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2 (1890)
Entstehung
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tigsten Freundlichkeit, der an seinem Lebensabende ein schmerzensfreiesDasein wohl verdient hätte.

In seiner Gattin hat er eine treue Lebensgcfährtiu, eine sanfte,gottergebene Dulderin und liebevolle Pflegerin, deren Herz und Geistin vollstem Einklang sich befinden, während zwischen ihrem eigenenFühlen und Denken und dem ihres Mannes eine so innige Harmoniebesteht, daß nie die geringste Wolke ihre kinderlose Ehe getrübt hat.

12) Friedrich Engelbert, geboren am 14. Mai 1824, entwickeltesich körperlich und geistig sehr langsam und lernte erst im Alter von5 Jahren geläufig sprechen. Den ersten Unterricht erhielt er im elter-lichen Hanse. Das Lernen fiel ihm, in Anbetracht seiner geringerengeistigen Begabung, sehr schwer. Im Jahre 1835 kam er, 11U Jahrealt, zu seiner weiteren Erziehung und Ausbildung in das Cadetteu-corps zu Culm. Hier gehörte er in Bezug auf Sittlichkeit,Ordnungssinn und militärisches Wesen zu den besten Cadetten derAnstalt. Obgleich er sich dieser lobenden Anerkennung erfreute, betrübteihn der Gedanke, daß er hinsichtlich seiner Kenntnisse, trotz seinesgroßen Fleißes, nur geringe Fortschritte zu verzeichnen hatte. Ver-geblich hat er von jeher gestrebt, sein schwerfälliges Auffassungs-vermögen durch einen unermüdlichen Fleiß, der auch von allen seinenLehrern anerkannt wurde, zu ersetzen. In Folge seiner vorzüglichensittlichen Führung erfolgte auch seine Ernennung zum Compagnie-führerF) Im Jahre 1843 wurde er, nach Ablegung des Fähnrichs-Examens, aus dem Corps entlassen und als Unteroffizier dem30. Infanterie-Regiment, das damals in dem herrlich gelegenen Trierstand, überwiesen. Hier lag er mit großer Passion dem Dienste ob,erfüllte mit Eifer seine Pflichten und besuchte, nachdem er 1845 zumPortepeefähnrich befördert war, behufs Ablegung des Offiziersexamensdie Divisionsschule. Inzwischen erkrankte Engelbert au einer Knochen-hautentzündung des rechten Armes. Durch die Unwissenheit und Un-

*) Ein Zeitgenosse von ihm, der gegenwärtig in Berlin lebende Oberst z. D.von Lukowitz, welcher seinerzeit bei Engelberts Compagnie gestanden hat, bekundet,daß er ein allgemein gefluchteter Compagnicsührer gewesen ist. Stets stramm nndPünktlich im Dienst, hielt er auf die unbedingte Befolgung gegebener Befehle undwußte sich trotz seiner geringen körperlichen Größe seinen Untergebenen gegen-über in besonderem Rcspect zu erhalten.

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