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2 (1890)
Entstehung
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Polen und fand dort eine freundliche Aufnahme.") Dieser Schrittbrachte den Vater sehr auf, und sein Unwille über den Ungehorsamseines Sohnes, den er zur Rückkehr in das elterliche Haus vergeblichaufgefordert hatte, kannte keine Grenzen. Taub gegen alle Nor-ftellungen, weigerte sich Fabian zurückzukehren und machte sich durchdiese Hartnäckigkeit nur noch strafbarer. Erst, nachdem der Vater ge-droht hatte, ihn zu verstoßen und zu enterben, kehrte er in dasVaterhaus zurück und söhnte sich mit dem Vater aus. Hierauf wurdeer zur Erlernung der Landwirtschaft in Litthauen untergebracht. MitEintritt seiner Großjährigkeit entstanden wegen Begründung seinerselbstständigen Lebensstellung neue Familienzwistigkeiten. Der Vaterwollte ihm weder Praßniken noch Gamsan noch Fünflinden abtreten.Um aber dem Familienhader, der doch unvermeidlich gewesen wäre,ein Ende zu machen, kaufte ihm der Vater das Gut Pötschkehmenund veranlasste beim Erbhauptamte zu Jnsterburg seine Anstellung alsLandschöppe und Schoßeinnehmer des Erbhauptamtes, in welcherStellung Fabian mehrere Jahre verblieb."")

Fabian war ein offener ehrlicher Charakter, ein Mann von großerEinfachheit in seinen Ansprüchen; auch legte er auf die Führung seinesadeligen Namens keinen besondern Werth. Vor allem war er ein gottes-sürchtiger, tüchtiger Landwirth. Seine Leistungen in der Land-wirthschaft ist man umsomehr berechtigt anzuerkennen, als er durchangestrengte Thätigkeit und Umsicht seinen Besitz durch Ankauf vonSchwirg allen,Gentkutkampen,Tuczenund Pillupöhnen""") vergrößert hat.

Im Jahre 1688 vermählte sich Fabian mit Dorothea, Tochterdes am 24. Februar 1684 verstorbenen Erzpriesters Bluhm. Dorotheawar eine für damalige Zeitverhältnisse gebildete Frau.ch) Nebenihrem tief religiösen Sinne besaß sie eine beispiellose Uneigennützigkeit,

Laut Nachrichten van Fabian (Werden), Bernhard, Benjamin undErnst Ludwig.

"*) Fabian (Werden) Bernhard.

««-«) gz Lehnsbrf. Jnsterburg 3. Juli 1695. Andreas und ChristianFriedrich Gebrüder Cellincn verkaufen Ptllupöhnen mit 3 adeligen Hufen anFabian K, Kurfürst!. Schoßeinnehmer zu Jnsterburg.

k) Siehe ihre BetrachtungenWie man Gott verehren muß". Aufzeich-nungen in den Familiennachrichten.