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Mit diesen zum Andenken an den Verstorbenen der Kirche über-gebenen Familien-Reliquien hat es eine besondere Bewandtniß, welcheder Verfasser an dieser Stelle nicht unerörtert lassen kann.
Nach fast zweihundertjähriger Aufbewahrung an geweihter Stättewurden die in Rede stehenden Familienandenken im Jahre 1848 beiGelegenheit eines zu Arnau abgehaltenen Commerses, bei dem auchder Sohn des damaligen Besitzers von Arnau zugegen war, mitdessen Einwilligung in frevelhafter Weise aus der Kirche genommen,eigentlich geraubt.
Nach mühevollen Recherchen gelang es dem Verfasser im Jahre1869, diesen im Jahre 1848 vollzogenen brutalen Akt festzustellen undauch den Verbleib der weggenommenen Familienandenken zu ermittelnDie Fahne hatte ein Student an sich genommen; von diesem-gelangte sie in den Besitz des Pharmaceuten Steuer, der später dasFamilienkleinod dem Gutsbesitzer Ewald Kalau vom Hofe auf Ger-laugken aushändigte. Die Rüstung dagegen gelangte durch dritte Handin den leihweisen Besitz des Direktors der Kunstakademie zu Königsberg, Professor Rosenfelder. In Folge Reklamation erfolgte die Rück-gabe der Fahne, die glücklicherweise vor ihrem gänzlichen Verfall durchdie Fürsorge des Ewald K. v. H. bewahrt worden war.''')
Bei Gelegenheit der Reklamation der Rüstung konstatirte Pro-fessor Rosenfelder, daß er dieselbe nur zur leihweisen Benutzung alsvortreffliches Modell behufs Aufertigung eines Bildes für die Marien-burg erhalten habe^) und gern bereit sei, dieselbe nach Beendigungeines zweiten Bildes zurückzugeben. Inzwischen aber verstarb ProfessorRosenfelder, und die Rüstung gelangte in den Besitz der Kunstakademie.Verfasser hielt sich nun im Namen der Familie für verpflichtet, von derKöniglichen Direction der Kunstakademie die Rückgabe des Kleinodeszu verlangen. Nach einem längeren brieflichen Verkehr^") mit
ch Erwähnte Fahne hat Verfasser durch den akademischen Künstler undHof-Wappenmaler v. Glinsky zu Berlin renovircn lassen und soll dieselbe dprKirche zu Arnau wiedergegeben werden.
Professor Rosenfelder nannte mir auch den Namen des unberechtigtenGebers, den ich hier aber verschweigen will.
««») Siehe Anlage 3, 4, 5, 6.
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