Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

11

dem Tode des Letzteren fielen dessen Güter an den älteren Bruder Fabian,der leider das Erbe seines Vaters und Bruders nicht zusammen-gehalten, sondern theils veräußert, theils an seine Kinder und Schwieger-söhne vertheilt hat.

Obgleich später die Enkelkinder des Ahnherrn durch Kauf und inFolge ehelicher Verbindungen in den Besitz der Güter Schwirgallen,Tutschen, Gentkutkampen, Prowehren, Gallgarben, Schildeck-Osterweingekommen sind, blieben dennoch alle diese Besitzungen nicht lange inder Familie.

Durch harte Kriegskontributionen, schlechte Konjunkturen, drückendeAbgaben, Mißernten, unvorhergesehene Umstände, herbeigeführt durchdie Pest, namentlich aber durch die großen Kosten, welche die männ-lichen Nachkommen, die in der Armee als Offiziere dienten, verur-sachten, verschuldeten die Güter immer mehr und mehr, und ein Be-sitzthum nach dem andern ging verloren. Schildeck und Gentkutkampenblieben noch am längsten im Besitz der Familie, doch auch diesegingen Ende des 18. Jahrhunderts in fremde Hände über. Die letztenBesitzer jener schönen Güter waren in den meisten Fällen im Kriegeinvalid gewordene Offiziere, die auf dem verschuldeten Besitz, beieiner höchst dürftigen Pension, ihre letzten Lebenstage kümmerlich ver-bracht haben.")

Lie transil gloria irmncki!"

Seit jener Zeit hat sich die Familie zu einem solchen ausge-dehnten Grundbesitz nicht mehr erheben können. Gegenivärtig beschränktsich derselbe auf Gerlaugken in Ostpreußen, Nansen in Schlesien undMittel-Röhrsdorf in Posen.

Nach dieser Abweichung kehrt Verfasser zu der Biographie desAhnherrn zurück. Diesem war es vergönnt, seine späteren Lebensjahrein seltener geistiger Frische hinzubringen, welche ihm einen ununter-brochenen Verkehr mit geistig bedeutenden Männern an der Albertinagestattete."")

*) Siehe unten.

Zu seinen intimsten Freunden gehörte muH der General Christophv. Kannenberg.