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folgen seiner politischen Missionen, der Energie, mit welcher er in denGang der vollständig zerfahrenen Steuerverhältnisse eingriff, und dervertrauenerweckenden Empfänglichkeit seiner Ansichten, die er sich beivielen Adeligen und der Bürgerschaft sämmtlicher kleinen Städte imkurfürstlichen Dienste zum Ruhme des Vaterlandes erworben hat.
Professor Roelingen sagt in seinem dichterischen Nachruf vondieser vielumfassenden Thätigkeit:^)
„Die Klugheit, die den Lauf der Welt,
Mit einem Blick ganz übersternet,
Und aller Reiche hohen StaatVollkommen stets durchschauet hat.
Voraus ging nnser Wohlfahrts-StandSo lange Jahr durch Deine Hand,Du wußtest dessen wahren Frommen.
Wie hast Du hierin Tag und NachtGesinnt, geschrieben und gewacht,
Kaum ruhtest Du zu dreien Stunden."
Rath Fabian Kalau vermochte in jeder Nothlage die Wege zubezeichnen, welche einzuschlagen waren, um die erforderlichen Abgabenaufzubringen, die der Kurfürst zur Erhaltung seiner Streitkräfte be-durfte. Seiner rastlosen Thätigkeit und Umsicht gelang es auch, dieaufgeregten Gemüther zu beruhigen bezüglich der Unterhaltung der5000 Mann, die der Kurfürst nach dem Vertrage zu Wehlau 1657im Herzogthum Preußen zu unterhalten verpflichtet war.
Noch mehr aber, als durch diesen Ab gab endruck waren dieStände über die in diesem Vertrage neuerworbenen Rechte des Landes-herrn, nämlich über die ihm von Polen zugestandene Souveränitätin großer Aufregung. Mit vollem Grunde fürchteten sie unangenehmeFolgen für sich in Bezug auf ihre ständischen Gerechtsame, da sie bisherstets bei jedem Competenzstreite einen bequemen Rückhalt in der Persondes Königs von Polen, ihres Oberlehnsherrn, gesunden hatten.
") Larmiiig, 15. Wallmrodt'sche Bibliothek.II.