Druckschrift 
[1] (1890)
Entstehung
Seite
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Einjährig-Freiwilliger im Jahre 1870 zum Feldzuge gegen Frankreichausrücken mußten. Tief bewegt nahm er Abschied von ihnen, mit derMahnung, sich brav zu halten. Seine Begeisterung für den Ruhmseines Vaterlandes war größer, als der Schmerz der Trennung vonseinen Söhnen, als die Sorge um ihr Geschick und ihre Zukunft —wäre er doch am liebsten selber in den Krieg gezogen. Leider war esihm nicht vergönnt, das Ende dieses glorreichen Krieges und die Rück-kehr seiner Söhne aus Feindesland zu erleben. Vom Schlage getroffen,starb er am >7. November 1870 im 59sten Lebensjahre. Sein Lebenwar eine Kette segensreichen Wirkens und strenger Pflichterfüllung.Die hiuterlassene Wittwe lebt noch gegenwärtig mit ihrer einzigenTochter in Freienwalde a. O. (S. Seite 152.) Das Andenken diesespatriotischen Mannes bleibe in Ehren!

6) Ferdinand, studirte Philologie, wurde später ein ausgezeichneterPädagoge und wirkte zuletzt als Professor an dem Marienstifts-Gym-nasium in Stettin. Das Leben dieses höchst bedeutenden, aber eigengearteten Mannes hat Ludwig Giesebrecht geschildert, und da dieservor Vollendung seines Werkes starb, wurde dasselbe durch den DirektorGeorg Kern beendet. Dieses Denkmal, welches die Freunde dem Ent-schlafenen gesetzt haben, lautet seinem Hauptinhalte nach wie folgtet

Ferdinand Friedrich Georg Calo'"") wurde am 2. Juni >814geboren. Die erste Erziehung erhielt er mit seinen übrigen Ge-schwistern in dem elterlichen Hause durch seine Tante Caroline Lobach.(Siehe Seite 135.) Zu Michaelis 1324 trat Ferdinand, 10 Jahrealt, sein Schulleben auf dem Stettiner Gymnasium an, aber in allenFreistunden war er doch an das Wohnzimmer der Tante wie ge-bannt. Das galt wohl von allen Kindern, aber vorzugsweise vonihm und seinem jüngeren Bruder Johannes; beide blieben ihr mit Herzund Sinn zugethan. Bei der Feier der Einweihung des' neuen Gym-nasialgebäudes im Jahre 1832, da unser Calo eben seine Laufbahnbeendet und die Abiturientenprüfung bestanden hatte, hielt Ferdinand

*) Die Biographie hat Verfasser nur im Auszuge gegeben. Es hätte zuweit geführt, dieselbe vollständig und wortgetreu abzudrucken.

Er schrieb seinen Namen ohne „w" (Calo).