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Im Frühjahr 1852 vermählte sie sich mit Alexander von Lukowitz"),weiland Kaiserl. Geheimen Rcchnungsrath bei der Reichsbank, mit demsie eine glückliche Ehe bis zn ihrem Tode geführt hat. Nach einemfünfmonatlichen Leiden starb Antonie von Lukowitz am 21. October1885 in Berlin und hinterließ dem trauernden Gatten einen SohnNamens Arthur sowie eine Pflegetochter Clara von Lukowitz, gestorbenam 10. November 1888, Tochter des verstorbenen Bruders ihresMannes.
Die Verstorbene erschien in ihrem äußeren Wesen zurückhaltendund vornehm, doch verbarg sie unter diesem äußeren Scheine keinenüberhebenden Stolz, sondern eine sanfte Duldsamkeit und eine ge-winnende Herzensgüte. Sie war eine fleißige, immer thätige, sparsameHausfrau, eine nur auf das Wohl der Ihrigen bedachte, fürsorgendeGattin und Mutter. Der Gatte folgte ihr bereits nach drei Viertel-jahren in das Grab. Er verstarb am 24. Juki 1886 ans einer Er-holungsreise in der Schweiz zu Jnterlaken, treu gepflegt von seinerSchwiegertochter, tief betrauert von seinem Sohne, dem er jederzeitein liebevoller, fürsorgender Vater gewesen war. — Der Verstorbenebesaß einen redlichen, offenen Charakter; er war ein Mann von unermüd-licher Pflichttreue und von großer Einfachheit in seinen Ansprüchen,dabei zuvorkommend und liebenswürdig gegen Jeden, der sich ihmnahte. —
Der hinterlassene einzige Sohn Arthur von Lukowitz, geboren am3. September 1854, lebt gegenwärtig als Privatmann in Berlin; erwar vormals Redakteur der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung",welche Stellung er in Folge seines leidenden Gesundheitszustandes auf-
*) v. Lukowitz, altpolnisches, zum Wappenstamm Newlin gehöriges, in West-Preußen ansässiges Geschlecht, ans dem mehrere im preußischen Heere als Generaleund Stabsoffiziere gedient haben. Auch gegenwärtig sind Träger dieses Namensals verdiente Beamte im preußischen Civildtenste und als Offiziere in der Armeevorhanden. Die Familie hatte einst einen ausgedehnten Grundbesitz in West-Preußen.
Wappen: Im blauen Schilde einen goldenen, niit einem Qnerstabe belegten,auswärts gekehrten Pfeil zwischen zwei goldenen Sternen. Helm gekrönt; aus dem-selben ein schwarzer Adlerflügel, der linkshin mit goldenem Pfeil durchschossen ist.