unter Aufwendung großer Kosten sorgte er für die Erziehung derselben.Bor allem war er auf eine gründliche wissenschaftliche Bildung seinerSöhne bedacht. Von diesen 4 Söhnen wurde einer Soldat, dreistudirten. Die Töchter, wohlerzogen und geistig gebildet, verheirathetensich mit hochgestellten Beamten und Gelehrten. Zu seinen Schwieger-söhnen gehörten' Der Hofgerichtsrath vr. Thege, HofgerichtsadvokatChrist, der regierende Bürgermeister der dreiStädteKönigsbergsThamm,der Königliche Hofrath Flottwell, der Medizinalrath und Leib-MedicusGrabe und der Doktor der Theologie, Consistorialrath Behm").
Rath und Obersecretair Daniel stand in hohem Ansehn, warhochgeachtet und geehrt und galt als ein hervorragendes Mitglied derFamilie. Von seinen Zeitgenossen wird namentlich sein Wohlthätig-keitssinn gepriesen und der von ihm gegebenen Spenden an die Armenund Nothleidenden gedacht. Ein langes Gedicht von George Ast s1686)preist ihn als einen wahren Cimon.
Der Dichter beginnt mit den Worten!
„Du bist, der mit vermögender Hand„Gar Vielen ihre Roth benommen.""")
Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Daniel in stillerAbgeschiedenheit von der Außenwelt, veranlaßt durch den am 16. Januar1762 erfolgten unerwarteten Tod seines hoffnungsvollen SohnesBernhard, Lwäiosus juris, der nach kurzem Krankenlager demNervenfieber erlag. (S. Seite 86.) Dem durch den Verlust dieses Sohnestief erschütterten Vater wurde von allen Seiten die größte Theilnahmedargebracht.""")
Rath Daniel erfreute sich trotz seines hohen Alters bis an seinLebensende einer seltenen Geistesfrische und besonderer körperlicherRüstigkeit.^) Nach kurzem Krankenlager beschloß er am 30. Dezember1705 im 74. Lebensjahre sein ehrenreiches Leben und hinterließ denRuf eines Mannes von untadelhafter Ehrenhaftigkeit und großer Ein-fachheit der Sitten. Er war ein Mann von seltenster, gewinnendster
*) Siehe genealogische Tabelle.
**) Larwlna, Li. Wallenrodt'sche Bibliothek.
'**) (iarmina Li. Wallenrodt'sche Bibliothek.
f) Familiennachrichten.