") Nach Aufzeichnungen seines Bruders Abraham Calovius.**) Familiennachrichten.
***) Aufzeichnungen und Gedichte von Fabian Kalau vom Hofe.
Eine derartige Erziehungsweise kostete zu damaliger Zeit sehrviel und bedeutend mehr als heute; aber Kammcrmeister Peter befandsich in der wohlsituirten Lage, solche bedeutenden Ausgaben zumWohle seiner Söhne machen zu können. Ucberhaupt war er in derVerwaltung seines Vermögens weder mißtrauisch noch engherzig gegenAndere. Eine gewisse noble Freigebigkeit lag in seinem Charakter,und sein Wohlthätigkeitssinn kannte keine Grenzen. Alle Zeit warder herzensgute Mann zur Hilfe bereit, unterstützte arme Verwandte,gab den in Dürftigkeit lebenden Studenten die erforderlichen Existenz-mittel zu ihrer wissenschaftlichen Ausbildung und ließ keinen Roth-leidenden, ohne ihm zu helfen, von dannen gehend) Auch gewährteer seinem ältesten Bruder Fabian Kalau vom Hofe eine bedeutendeAnleihe zum Ankauf mehrerer adeliger Güter."*)
Mit seiner Gattin Dorothea lebte er 36 Jahre in glücklichsterEhe, und die Familien-Chronik bekundet die Eintracht, Liebe undHerzlichkeit, welche Beide bis zu ihrem Tode bewahrt haben.**") Aberbei diesem glücklichen Familienleben blieben harte Schicksalsschläge nichtaus. Während die Pest im Jahre 1662 herrschte, wurde die ganzeFamilie von der verheerenden Epidemie ergriffen, und 5 hoffnungs-volle Kinder fanden ihren Tod.
Am 8. Mai 1680 starb Kammermeister Peter nach kurzemKrankenlager im noch nicht vollendeten 63. Lebensjahre. SeineGattin Dorothea überlebte den Hingeschiedenen nicht lange; sie folgteihm 4 Monate später, am 7. September 1680, in die Ewigkeit.
Der Hingeschiedene stand im hohen Ansehen, war ein treuerDiener seines Fürsten, der Stolz der Familie und der Trost und dieHoffnung für viele Nothleidende.
Unter großer Theilnahme wurde seine Leiche in der altstädtischenKirche beigesetzt, und sein treuer Freund, Erzpriester David Bluhmaus Preuß. Holland, hielt ihm die Leichenrede. Mehrere dichterische