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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
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„unb tnofylfyabertöert ZTtann. Dagegen nimmt ber meniger bemittelte, ober arme„Bürger bjunberttaufenbe ein. — 3 e ^t fd]on ftrtö 2 ITiillionen KTarf perausgabt.„2T£?eiItr>eife aüerbings foll ber Staat (Erfaf bafür erhalten. — Kber, millft Du„mol]l glauben, basfelbe Ijieftge Bolf, bas bie Preußen mit Steintpürfen empfing,„mollte fie 15 KTonate fpäter nid]t fortlaffen, meil fyunberte pon Jamilien iljre„€fifteu5 pon ihnen Ratten unb ©elb an ihnen perbienten. Ebcnfo mirb es mit„ben ©efterreid]ern gelten.

„Die politif bes Bolfcs ift fein ©elbbeutel, unb mürben biefe Claffen pon„BTenfcfjen, bie fogenannten Demofraten, mol?Il?abenb, gar balb mürben fie fudjen,,,fid) in Conferpatipe unb Kriftofraten 5U permanbeln.

„Das arme Kurfyeffen! Das arme Sd]lesmig=f}olftein! IDie traurig„fielet es in biefen Säubern aus! Rimberte pon bortigen ^amilien unb mehrere„hunbert ©ffijiere galten ftd] Ijier unb in ber Ilmgegenb broblos auf. ^aft„täglid] lieft man Aufrufe 51a- Unterftütjuug berfelben. — Icod)maIs armes„Sdilesmig=polftein! IDie mirft Du für ben Kampf um Dein gutes Bed]t pon„ben Dänen — aber auch pon ben großen KTäd]ten — gefnedjtet.

„3n unferm Jjamburg ift es jeff ruhig. Da ber alte Bunbestag mieber„5ufammentritt, fo mirb es 5U einer neuen Berfaffung nid]t fommen. Der mag„freiere Berfaffungen nicdjt leiben." ....

Kud] im ftäbtifdjen Seben trat 3 u ^us menig ober garniert au bie (Deffentlid]feit.(Es mar nicht Sitte 5U feiner <geit, baff ZTCäfler 5U ftäbtifdjon (Ehrenämtern heran9«3°9 enmürben, aud; naljm fein ©efcljäft feine Polle Cfyätigfeit fo fel]r in Knfprud], baf er ftetsfid] ablel]nenb perEjielt, menn einmal ein aufergefdjäftlidjer IDirfungsfreis ibin angetragenmürbe. Bon ben menigen berartigen Kemtern, benen er fid] nidjt h a ^ e erme£]ren fönnen,ift pielleidjt anjuführen, baf er nad] bem großen Braube pon \8^2 einer Commiffion ponBürgern angehörte, bie Sebensmittel unter bie ©bbad]lofen pertheilte, unb baf er feit f855einer ber Kbminiftratoren mar pon bem in ber BEolIer'fchen ^amilie permalteten, aus bem3ahre f60f ftammenben Berenb unb (Eatharina ITtünben Ceftament, aus beffen ^irtfcriStipenbien an Stubenten ber tTh eo '°9^ e vergeben mürben. —-

(Enblid] fei ber (Euriofität h^l^er ermähnt, baf er aud) ITJitglieb ber alten Sd;onen=fahrer*©efellfd)aft mar, in bie ihn fein Bater bei feiner ©eburt eingefauft hatte.

Die religiöfeu Knfdjauungen, benen 3 U ^ US h^igte, UTts aus f e i nen Briefen5ur ©euüge befannt gemorben. Es mar freunblid; h e ^ Chriftenthum unb frei ponaller Unbulbfamfeit gegenüber Knbersgläubigen. ©hne bie Kbneigung feines BrubersHubolpl] gegen alles Kirchliche 5U tl]eilen, mar er bod] nid]t grabe fetjr fird)lid] gefinnt.Die Bibel hielt er h 0( h/ unb ihr fd]öncr Sprudj: „IDenn Du beten millft, fo geh in DeinKämmerlein unb bete ju Deinem Bater im Berborgenen" mar feine Hid]tfd]nur. DiefelbeBorliebe mie Bubolph hatte aud] er für bie ©efänge unferes Hamburger fird)lid]en ©efang=budjes. Kn jebem Sonntag=2T£orgen las er aus biefem Bud]e feinem ffaushalte einen ©efangpor, ber bann pon allen 3 u hä rci ' n gemeinfdjaftlid) gefungen mürbe. —

Die felfenfefte Ueberjeugung, mit ber er in allen Sagen bes Sebens, aud] in bentraurigften, barauf pertraute, baf alle Prüfungen unb Schickungen bes Sebens nur 5U unferemBeften pon einem allgütigen Senfer ber ©efdjicfe uns auferlegt mürben, ber ©roft, ben er inbiefem fdjönen ©lauben fanb, fie mirfen erl]ebenb. —

So fonnte er benn aud] frieblid] aus biefem Seben fd]eiben. 3 in Dejember bes3al]res f866 mar er an einem E^erjleiben fd]mer erfranft. Bad] 5meimonatlid]er Kranfheit,am Icad]mittage bes f5. ^ebruar f867, erlag er bemfelben, umgeben pon ben Seinen, benener beim Schien als lefte IDorte jurief: „Kleine pielgeliebten Kinber, 3h r ^er Stolj unbbie ^reube meines Sebens gemefen! JDir merben uns alle bereinft froh mieberfehen!"