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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
140
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„Hamburg, ben Uuguft f833.

„Sonntag Bbenb 9V2 Ul}r.

„Kleine geliebte ttjeure (Emilie, in etwas weniger benn 3 Stunben legten„wir ben ZDeg r>on Dir bis 5U paufe juriicf. 3^ »erfäumte Ijier nidjts. Schnell„habe id} eine ©äffe üfyee getrunfen, um nod) etwas ju fdjreiben unb bann seitig„mid} ju legen. ZDesfjalb id} micl} fogleidj nad} meiner Bnfunft l)infe^e, Dir„511 fdjreiben? Deinetwegen. ZTtein fd}led}tes IDeib will immer nidjt glauben,„ba£ id} fte über Blies liebe, baf?er mu§ id) es iljr fdjwarj auf weif geben, unb„namentlich jeft treibt es mid), biefes 511 tt)un, wo id) »or nur wenigen Stunben„<3eugc i^rer Siebenswürbigfeit war. Deshalb fdjreibe id; fo balb; aud) meinet®„wegen, beim bie (Erinnerung an Did), an Dein liebreiches, freunbliches IDcfen,„an alle Deine Dot^üge unb babei bie Crennung »on ber »ollfommenften <£rau„auf (Erben mad)t mich fo traurig, baf ich 5 U meiner Beruhigung ju biefem„Croftmittel greife. 3 a , mein halbes IDeib, ich bm immer recht betrübt, wenn„id? ^ er anfomme, weil mich tü er alles an ^Hcl) erinnert unb Du bod) nicht„bei mir bift. 3 n & e t l a f 2id) bies nid)t anfechten, morgen jerftreut mich bi e„Arbeit, Dienstag Dein Brief unb bie Bnfunft »on Dater, fpäter bie ^reube auf„Sounabenb, unb bie IDoche nerläuft mir fchnell. Dasu fommt, baf ich Cud)„beibe biesmal fo wohl ausfetjenb getroffen. — Daher fort mit ber unbanfbaren„Betrübnif. £af uns »ielmel)r bem Gimmel für biefe ©elegenfeit banfen.„Caufeube beneiben uns mit Bedjt barum. IDoId) ein herrlicher, freunblidjer Cag„ber heutige, unb bod) wie lang! ZTlir ift, als müfte alles geftern oorgefallen„fein. <Erft wir beibe mit unferm (Engel nach bem Kupferhammer, bann ber„ZDeg nadj Poppenbüttel, ZBöIIenburg, bas ^rühftücf, hierauf mein tapferes,„ftarfes IDeib mit mir allein jurüefgegangen, wie feif? fte in ben Bebbern würbe„unb wie traulich fte bei mir im pobje währenb bes Begens faf, wie innig mich„bas in ber Stille erfreute! 3d? fage fo etwas nur nicht immer. ,guleft meine„f}eimfaf)rt. Beim lüirthshaufe fal) i<h »oll Derlangen nach Dir, wanbelte bort„boch noch DOr fo furjer 3 ß tt meine fröhliche, meine fidj immer gleich bleibenbe„(Emilie mit mir. IDelch ein ©liicf Du mir bift! Könnte id} bod} mein Betragen„nad} meinen Dorfäfen einrid}ten! IDeshalb ift bas Domehmen fo leicht, bas„Busführen fo fdjwierig! Daher mag id} aud) uid)ts mehr »erfpred}en. —

„Sdjlaf wohl Du (Engel, an ber Seite Deines Sohnes unb (Ebenbilbes!"

„Dienstag Bbenb, 7 Uhr, 6. Buguft.

..... „Sehen wir uns wieber, fo finb wir auf bem ©ipfel ber„©renuung, es geht mit Deinem Dortfein ju (£nbe. — Dier IDodjen fmb eine„fehr paffenbe <3eit. Sang genug, um fid} red}t ju erluftigen, unb aud} lang„genug, um es fatt ju friegen. So 5U erfahren, wie »iel man einanber werth„ift, bas ift fehr gut. 3mtgsd}en ift »on uns ber Dernünftigfte. (Er freut fid},„wenn er uns fiet}t unb ift aud} ohne uns 5ufrieben. 3ch benfe baran wie es„geht, wenn er erft grofj ift. 3<h glaube, bann liebt man feine Kinber nidjt mehr„fo fehr, ober es ift eine Brt »on Siebe, wonon wir je|t feinen beutlidjen Begriff„haben. IDie fönnte id} ih» ttt biefem Bltcr nur unter frembe ZlTenfd}en laffen?„Dod} forget nid}t um ben fommenben ZTtorgen."