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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
108
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„Dagegen empört fid} mein ©efiifyl. Zlteiner guFünftigen nad} Zcem=Z2orF ober„Zcem=Orleans entgegen ju reifen, öa^u fetjtt mir öie ^eit. 3$ trmrbe meine„Pflanjung nidjt fo lange uerlaffen Fönnen. 3 11 <£nglanb öarf außer fürftlidjen„Pcrfonen ntemanb per procuration getraut merbeit, unö fo bin id} öenn unfere„^amilie angegangen, fidj meiner 511 erbarmen, meine ^ermina nad} pamburg„einjulaöen unö öort, oöer in öer Umgegenö, per Procuration mit mir trauen 5U„laffen. 3<^ & a ß bn ZTCecFlenburgifchen unö Dänifdjen ©rauungen foldjer

„2lrt juläffig ftnö; uielleid}t auch Fann Scßmager BiefFoßl öen 2lct norne^men.„Secbs bis ad}t UTonate merben alfo immerhin nod} uergeljen, beuor id} meine„liebe ^rau merbe bei mir feigen Fönnen. Sollte aber aud) öiefer plan fei)U„fcblagen, fo mcrbe id) es möglich machen muffen, nad) Ziern 4}orF 511 gelten,„öamit mir uns öort trauen laffen Fönnen. Dann ftatten meine Jrau unö id}„aud? ©ud} unermartet einen Bcfud} ab, öod} baue id} nod} immer auf öie anöere„ZITöglidiFeit, öa es mir fefyr fd)mer fallen müröe, öas ©efd}äft Ijier, öem id} feit„einem 3 a b l ' e allein norftelje, fid} felbft 511 überlaffen. ©s bringt mir nod} immer„oiele £aft unö niele Sorgen, öod} nertraue id) auf ©otf, meinen ^fteiß unö mein„©liicF unö glaube öenn aud} fd}ou, ein gutes ©nbe abfeben 311 Fönnen. bin„gefunö unö Fräftig unö fröl}Iid}en ©emiitbcs; mir fel}lle 311 meinem l}äuslid)en„©lüde nur nod} eine liebe Jrau. J>d] meröe fie balö beFommen!

„gelber, ^abriFen unö lfüd}e 3U gleidjer 311 beftellen, öas ift eine„fdjmere Zlufgabe. Deshalb ging es in meinem pausftanöe red}t junggefeüen=„mäßig 3U, ein Uebelftanö, öenr id} aber Feine ZlufmerFfamFeit fd}enFcn Fonnte.

„Du mußt es entfdjulöigen, mein lieber ©uftar», baß id} bis t}ierl}er„Deinen lieben Brief nid}t beantmortete. IBeß' öas per3 coli ift, beß' läuft öer„ZTtunö über! Zllfo nun 5U Deinem Briefe. Die Befdjreibung Deiner lieben„<£rau, öer id} Did} bitte, mid} red}t brüberlid} 311 empfehlen, f}at mir niele ^reuöe„gemad}t. ©ieb i£}r eine red}t tjerjlidje Umarmung non mir unö nod} eine 3meite,rncil fie Did} bereits 3U111 gliicFIid}en Bater gemad}t l}at. Zllöge Dein © u ft a n„3ulius Dir red}t niele ^rcuöe nerurfadjen, mad}fen unö geheißen, in allem„©uten reißenbe ^ortfdjritte madjen unö für ©uer öereinftiges Zllter ©ud} eine„treue Stüße fein! fjat aber Dei)ie liebe ^rau Did} nid}t fd}on mieöeru)u mit„einem Sprößlinge befdjenFt? 3^? meine, baß mir Buöolpßs ©milie feiner„3eit fdjrieb, meine gute Sd}tnägerin fei abermals guter poffuung.

„Deine Befdjreibung öer £änöereien, öes Zlnbaues, überhaupt Deiner„gan3en Umgebung ßat mid} febr intereffirt, öod} fyaft Du moßl red)!, tnenn Du„meinft, öaß aus meiner Ueberftebelung 311 ©ud) nidjfs tneröen müröe. 3 e £Z 11)0„id} öem ©efd}äfte allein uorfteße, ift garnidjt öara)t 3U öenFen, oöer id} müßte„einen gän5lid}en ^eßlfcßlag erleiöen. Scßon als „©reibßauspflanse", mie Du„mid} 311 nennen beliebft, müröe mir ©uer öortiges lllima nidjt 3uträglicß fein.

„Ztod} ift öas ©ßermometer hier unter 6° ZBärme nie gefallen. ZDenn„mir {2° ZBärme haben, beFlagen mir uns fdjon über Kälte. Selbft öiefe„©emperatur öauert aber faft feiten länger als örei bis nier ©age. 3 m Durd}=„fdjnitt ßaben mir 22° ZBärme, in öiefem Zlugenblid, mo id} fd}reibe, aber 27°„(alles Beaumur) im Schatten, unö mir befinöen uns feßr mol}l unö munter öabei.„Zlnfere BeFleiöung befteßt freilief) nur aus einem pemö, einem BeinFleiö, Sd}ußen,„Strümpfen unö Stroßßut. Somie aber öie ZBärme auf {2° fällt, fudjen mir„fdjon mollene BeFleiöung, ja fogar unfere Zlläntel bernor, fo febr b a t>en in„^olge öer Zjiße fid} öie Poren unferer fjaut geöffnet. Deshalb finö mir gegen„Fälteres ZBetter fo febr empfinölid}.