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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
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„am \8. ©ctober, UTorgens 8 Ul?r, 511 fid? auf, nachbellt fte 23 ©age il?rer„ferneren UranfE?eit' mit 6er größten (Ergebung getragen hatte.

r/7? a ft bis 5ur leßten Stunbe blatte fte ißre rolle Befinnung, jeöod^ jeigte„fte nur in öen erften tüagen ißrer Kranfheit tEljeilna^me an Dingen, wofür fte„fid? itt gefunben Cagen befonöers intereffirte. So mar es ißr nod? feßr lieb ju„hören, baß Du öie Dir gefanbte Kifte empfangen Ijätteft, was id? ißr aud? mit„IDafrfyeit fagett fonnte ....

„Hedjt angenehm unö erfreulid) ift es uns gewefen, aus einem ron„ITtutter furj geführten ©agebueß 3U erfahren, baß fie frot? un6 glücflidj gelebt„b?at. Sic blatte feit einigen 3 a t? l ' eri regelmäßig ißre IDettersUotijen uieber^„gefeßrieben mit Bemerfungen über freubige unb traurige (Erfahrungen, bie ib?r„rorgefommen waren, über Befucße, bie fte gehabt blatte, u. f. in. gu ben am„genehmen (Erlebniffen gehörte es gewöhnlich, menn Icacßricßten non Dir unbraus gefommen waren, worüber fie fid? ungemein freuen fonnte; 3U ben„trüben, wenn Uranfßeiten in ber ^atnilie waren. So fehreibt fie einmal: „ich„glaube nid)t, baß ich es überleben werbe, wenn ber (Engel ftirbt." Der (Engel„war meine (Emilie, bie im Frühjahr 18^0, als unfere Zwillinge Cary uttb„Johanna geboren würben, faft ein uiertel Jahr lang ohne Eröffnung bantieber„lag. — Dußerorbentlid) lieb ift es uns, baß fie ftd} in btefem ^rüßjaßr hat ab=„nehmen laffen, unb beftßen wir ein feßr getroffenes ©elgemälbe non ihr, itt ber„©röße nott Baters Bilb. Seßteres hoben bie ©efeßwifter mir freunblidjft über=„laffen, unb fo hängen biefe beiben Bilber uereint in unferer JDoßnftube unb unter„benfelben bas Bilb Deiner lieben Jrau au ber einen Seite, in ber Dutte Dein„©ebättbe unb auf ber anbereit Seite eitt Schattenriß r>on Dir. So nereiüt werben„wir mit (Euch allen fortleben.

„Dm 2\. ©ctober, UTorgens 7 Uhr, haben wir unfere gute UTutter„beerbigt, naeßbem wir 3uuor bureß bie Currenbe bie ©efänge Ho. 4.17, Bers \„unb 7, unb Ho. ((.25, Bers { unb 6 hoben fingen laffen.

„Sie ruht hoffentlich recht fanft auf Baters Sarge itt meinem Begräbniß„auf bem St. CatharittemUirdjhof.

„Beim Durchfeilen ihrer Papiere fattben wir folgenbe feilen, bie Du„gewiß gerne erfährft, unb welche ich ®i r baher wörtlich abfeßreibe:

„Do. 18^0, ben 3"ny. / '

„ „Du meine lieben Uinber

„ , # nad] meiner Bjinfdjeibuttg.

„ „Uiit biefen wenigen geilen perbinbe id? meinen Danf für bas niele„ „(ßute, welches gfy 1 -' ©urcu ©Item uitb ©ef<hwifteru hobt jufließen laffen. UTein„ „DIter ift babureb fo forgenfrei uerfloffen, mir blieb uidifs 3U wünfeßen übrig.

„ „Dud; meinen Schwiegertöchtern ben ßerjlicßften Danf für ihre Siebe.„ „Bielc ©riiße an bie beiben Dmerifaner, mögen fte meiner in Siebe gebettfett„ „unb bas beherzigen, was wir fo oft gefprodjen hoben.

„ „Um grrungen 511 uermeiben, will id? nod? meine Berfprecßen erwähnen.„„3 ulchen Hern befätite ben großen Dussießetifd? unb tägliche (Lßeebofe mit„ „Schaufel. Uubolpß ben Sopha, unb bie jfrau ben Scßranf mit Dielen Scßub=„„laben, ba fie feine Speifefammer hat. Julius ben Spiegel unb UTarmor=„ „Dafierhapf, (Emilie ben Scßreibfaften jum Dnbenfen. Dccfntaun mein beftes„ ,,©h ee 3 eu 9 l,n ^ Uartenfaften, itebft Ktnberwagen unb Spieljeug.