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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
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„Den Steinbamm würbeft Du nid)t wieber erfennen. Sed)s breite Heben«„gaffen führen nad) ber HUee, unb eine neue ©äffe, bie ©urlittftrafe, fütjrt aud)„nad) ber Hifter. Die Fleinen päufer werben an Speculanteu oerfauft, unb bann„wad)fcn balb grofe fjäufer wie pilje aus ber (Erbe. Keinem ift es glaublid),„ber nid)t felbft Kugenjeuge. ©ben wirb nod) gebaut, unten wohnen fdjon„^amilien. Sie bejahten jum ©heil 600 bis 800 ©ourant«2Ttarf Htiettje.

„3d? freue mid) red)t barauf, aud) burd) Did) ©rofmutter 5U werben.Dein Kleines ift bann bas 25fte Kinbcsfinb aufer ben jwei UrcnFeln, ') bie 5U„meiner Hadjfommenfdjaft geboren ....

„Julius lägt mid) uon einem gefd)icften Künftler malen; id) finbe bas„Bilb mir fel)r ähnlich . . .

Der folgenbe Brief ift auf einem Briefbogen gefdjrieben, ber als Bignette ein Bilbber Kuiiten bes alten 3 un 9fernftieges itad) bem Branbe trägt.

„29. 3uni f 8^2.

„Sieb bier, mein lieber Sobn, bie Huinen Deiner lieben Baterftabt, weld)e„ben fünften BTay beinahe burd) Jeucr untergegangen ift.

„IDir befuebten Keifmanns, 2 ) um Jranjisfa ©liicf 5U wünfdjen,„aber welcb einen ©eburtstag erlebten wir ba! Den St. 3 a <"°bi«©burm fallen„wir fallen (id) weif nidjt, ob id) es Dir früher gemclbet Kefmanns

„wohnen fegt in St. ©eorg) unb ber St. Petri«©f)urm marb ftets uott Säulen„Iobcrnber flammen umfd)webt. ©rot> aller Hnftrengungen warb aud) er Don„ben flammen ergriffen unb brannte ab, fo weit als es tger auf bem Bilbe bar«„geftellt ift (b. h- bis 311m ZITauerwerf bes ©hurmes). Hud) bie ©ertruben«Kird)e„ift nid)t mehr. Das Spinnbaus, bas Detentionsl)aus, alles, warb ein Kaub ber„flammen. Die febweren Berbredjer würben jwei bei 5wei burd) fd)wcre Ketten„uerbunben, begleitet uon Solbaten mit gelabenem ©ewet)r, nad) einem ^ab^eug„auf ber (Elbe transportirt. Dabei war ber Befehl erlaffen, fie bei ^lud)tuerfud)en„fofort 3U erfd)iefen. Das Igelt fie ruhig.

„Die armen 21ienfd)cn, welche ihre 2Dol)nung aus Beforgnif verliefen„ober aus Hothwenbigfeit oerlaffen muffen, fdgeppten il)re pabfeligFeiten mit lid)„burd) bie Strafen, <Es war ein trauriger J u 9 pon Ktenfd)eu unb IBagcn in„ewiger Heibenfolge, Drei ©age lang bauerte biefer J u 9- waren in einer

„Hrt Betäubung. Km erften ©agc faf man nod) niele grauen in feibencit„Kleibern; fie b a 'ten in ber St. Bcicolai«Kird)e bem ©ottesbienfte nod) beigewohnt„unb fd)leppten jeft ihre fleinen Kinber ober wertlpollc Sachen aus ber bretmenben„Stabt heraus. IBagen finb mit 50 ©ourant«ZTCarf, aud) mit \00 ©ouranbHtarf„bejab^It worben.

Knmerfung. *) Die bamals lebenben (EtiPelftiibcr fiub:

0 Sotj" uon Dr. Kubolpt; Bactrfe: Kubolf (l)-

2) Ktnber »ott Baetrfe: 3'ü'us, XlTarta, Ktttta, pljilipp, (Elifabett), Ktaj,<£ary, 3°batina (8).

3) Kinber non Iliattjilbe Hicffotjl, geb. Bactrfe: «ruft, Klejanber, Kgnes (fie mar feitU./6. 1838 bem ©berförftcr ^r. ITCafeberg »ermätjlt unb ift Dcrmuttjlid) bie ttTutterber jmei ermähnten Urenfcl), Jcrbinanb, (Dtto, Kbeüjcib, öuftao unb (Ebuarb (8).

t) Kinber 001t 3ulianc Kern, geb. Baetcfe: cSottfrieb, (Emilie, 3ulius, (Seorgine,3uliane (5).

5) Kinber r>ou ^ranjisfa Kerfmann, geb. Baetrfe: ffertnanu, ffelene (2).

0 + 8 + 8 + 5 + 2 = 2t).

2 ) 3b" jüngfte JEodjter ^franjisFa mar an bjerrti Jrtebricf) Kerfmatin »ermäl)[t, ber bamals auf

bem fjoljbamm wohnte.