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Gustav während des Frostes täglich verstärken und der König Friedrich vvn seinenBundesgenossen (Osterreich, Polen und Brandenburg) keine Hülfe so balderwarten konnte, so mußte sich der letztere den Bedingungen des Siegers unter-werfen und zu einem schleunigen Frieden bequemen. Er kam am 18. Febr. zuTostrup auf sehr harte Bedingungen zu Stande und wurde am 26. Febr. zuRoeskilde oder Rothschild noch weitläufiger ausgemacht. Indessen dauerte eslange, ehe alle zu Rothschild verglichenen Bedingungen erfüllt werden konnten,und in den zu Kopenhagen angestellten Konferenzen machten die schwedischenBevollmächtigten eine Prätension'über die andere.
Laut des 2V. Artikels des Tostruper Friedens sollte dem Könige VvnSchweden der^ König von Dänemark 200V Reiter überlassen, welche auch am24. Febr. (2 Tage vor Abschluß des Friedens von Rothschild) in 4 Regimenterngeliefert wurden. Davon war aber der größte Theil unterwegs und als sieschon in schwedischen Diensten waren, weggelaufen. Kurz darauf erklärte derKönig von Schweden bei dem im März zu Friedrichsburg freundlich ange-peilten Konvente im Beisein des kön. dän. General-Feldmarschalls ErnstAlbrecht von Eberstein (llllwnlr. Ilurop. VIII. 817^ u. 818p, wenn ihm nurdie Rollen darüber zugestellt würden, wollte er sofort die ausgerissenen Reiter,weil dieselben doch größtentheils in Schonen, als einer nunmehr schwedischenProvinz, zu Hause gehörig, selbst wieder aufsuchen und herbeischaffen lassen;worauf auch die verlangten Rollen eingereicht und die meisten Reiter in Schonenaufgesucht worden sind. Dessenungeachtet verlangte der König vvn Schwedenanss neue noch 1000 Reiter; und weil die Schweden nicht eher ans Holsteingehen wollten, als bis ihnen die noch fehlenden Reiter geliefert wären, so erklärteder König von Dänemark, er wollte dem General-Feldmarschall von Eber-stein anbefehlen, daß er die begehrten 1000 Reiter ohne Aufschub liefern sollte.
lim die Schweden möglichst bald wieder aus Holstein los zu werden, warEberstein aufs eifrigste bemüht, die verlangten Reiter zusammenzubringen, wieans einem noch im Original vorhandenen Briefe des Oberst-Lieutenants AdamWecse vom Ebersteinischen Leibregimente an E. A. v. Eberstein <l. <1. Glückstadt17. April 1658 hervorgeht. Dieser durch Schlamm geröthete Brief, von welchemleider das obere Drittel abgerissen ist, lautet:
Nr. 4.
Lxeslsnt? sein
Gehorsamste DxesI: berichten . . . .
in bsamburch in die vier Wochen, auff die für Schweden neuw Geworbene Nöleker
gewartet, vnd daß der hanbtman Rluxsefall vnd der . . . .
haubtman Rittern mit Gtzlichen Nölckern in Didtmarschen angelanget, vnd weilich vernohnnnen das die Schwedischen Nölcker auch der Orter einlosieret, das sichetliche von den neuw Geworbenen bei die Schwedischen haben unterhalten lassen,dauon der Hr. (MnsrnI Nnsor von Allefeldt einen hat harbosieren lassen, habeich in hamburch allwo ich anzutreffen gewesen verlassen, sobald als; sie alda anlangen mir in Diedtmarschen nachfolgen, alda ich die andern Nölekern beisammenhalten und der nenwen ankommenden erwarten, Nerhoffe Ghistes tages auß Brehmeneine gute Partie zu überkommen, wil hoffen, der Onpitem Leutenambt mit der LeibiüomMA'nin sol sich auch nicht senmen vnd wird der Vbrister Wachtmeister dasseinige auch zu thun wissen, vnterdeßen wil ich mein bestes zuthun nicht unterlassen,den ich nicht dafür Ruhen kan biß daß Regiment zusammen ist, ich habe Gesternauch von meinem Weibe gar eine traurige Nachricht bekommen das nur ein Sohnmit todt abgangen mein Weib auch da nieder liegt, und beklagt sich des k)aßes undNeidtes, so sie von meinen nachbahern hören muß, Wünschet das sie gern bei mirsein müchte, Nun kann ich in diesem mich zur Zeit nicht resolvirsn, möchte hirinnen Gw. IZxel. guten Rath pflegen,