Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
383
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wieder für den Saarbrücker Löwen. Da Emich IV. in derTheilung 1237 die Grafschaft Dagsburg erhielt, so nahmendiese 2 Emiche auch den Dagsburger Löwen als ihr Wappenan, um den Besitz der Grafschaft zu kennzeichnen; für dieRichtigkeit dieser Ansicht spricht auch der deutliche, breiteSchildrand auf beiden Siegeln, der bis heute ein Bestandtheildes Dagsburger Wappens ist 1 ).

Höchst interessant ist das schöne Siegel Joffrieds, desStifters der jüngeren (heute fürstlichen etc.) Linie, 1311 (IV.A. 2); da er Landvogt des unteren Elsasses war, führte er inReichsangelegenheiten ein Siegel mit gespaltenem Dreiecksschild,der vorn den llcöpflgen kaiserlichen Adler, hinten die 3(2, 1) Leininger Adler zeigt 2 ). In Privatsachen führte Joffriedein Portraitreitersiegel, 1319 (III. B. 3), mit dem 3-Adler-Schildam linken Arm und 2mal auf der Pferdedecke; ausserdem ist derHelm zum I. Mal gekrönt und zum I. Mal mit Helmzierversehen; Letzterer ist ein dicker Busch von Lindenblättern(wiederholt auf dem Pferdehaupte).

Hier steht deutlich dem Amtssiegel des Landvogts inReichssachen das gräfliche Haussiegel in Familienangelegen-heiten gegenüber.

Ein 3. Siegel Joffrieds, die Siegel des Dompropsts Fried-rich, 1357, Friedrichs VII., 1357, Emichs, seines Bruders, 1379,und Friedrichs VIII,, 1398 (IV. c.) zeigen sämmtlich den rechts-geneigten Dreiecksschild unter Topf- bzw. Kübelhelm mit derLinde als Ziemir und faltigen Helmdecken.

Das Siegel, des ebengen. Emich, 1379, das sich auch durchgrosse 3 zinkige gothische Krone auszeichnet, ist besonders be-merkenswerth, weil es zum I. Mal im Leininger Hause über

') S. auch Siebmach. Lief. 125. Bd. I. 3. S. 15 zu Taf. 28.

") Abgebildet, Seyler, Gesch. d. Her. 1888, Lief. 293, A. Heft 7, S. 436.No. 451; hier von Seyler ausdrücklich unter die „Amtswappen" eingereiht.