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die Mehrzahl der geringhaltigen Münzen ist jedoch ohne Wissendes Grafen geprägt. 1 )
Nunmehr folgen die guten und theihveise sehr schönenMünzen von Christofs Sohn: Graf Georg Wilhelm zu Leiningon-Westerburg (No. 547), der mehr Münzen als irgend ein Glieddes Leininger Gesammthauses schlagen liess. Obwohl eineAbrechnung Georg Wilhelms mit seinem Münzmeister vom28. Jan, 1639 vorliegt, so ist doch von dieser Zeit nichts vor-handen; die ältesten der heute bekannten Münzen dieses Grafensind von 1663, seine letzten von 1693. Er liess nach süd-deutschem Fussefür Süddeutschland und nach niederrheinischem,kölnischen für dieses Umlaufsgebiet prägen; seine 1 U Guldensind den gleichzeitigen schlesischcn von Hzg. Christ. Ulrichund Hzg. Sylvius Friedrich v. Württemberg-Öls ähnlich.
Seine Münzstätte ist unbekannt, war aber sicher auch imW esterburgschen.
Die Reihe der Leininger Münzherren schliesst mit KarlFriedr. Wilhelm Fürst zu Leiningen (No. 202); derselbe liess,nachdem er in Berücksichtigung der dem Leininger Hausefrüher ertheilten landgräflichen Würde am 23. Juli 1779 durchKaiser Josef II. in den Reichsfürstenstand erhoben worden war,seine verschiedenen Münzen wohl nicht hauptsächlich auszwingenden Gründen schlagen, sondern nur, um hierdurch denBesitz des Münzrechtes zu beweisen, das ja eines der wesent-lichsten Rechte reichsunmittelbarer Fürsten war; die 4 fürstlichLeiningenschen Münzsorten sind in Darmstadt geprägt.
An Denkmünzen sind 2 sehr schöne zu erwähnen: Die Einevom Cölner Dom-Dechant Reinhart Graf zu Leiningen-Wester-burg (No. 436) von 1541 2 ), die Andere von Graf Georg I. zu Lei-
') Joseph, a. a. 0. S. 80.h siehe oben Bd. II; S. 131.