Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
351
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In dieser Zeit lernte er seine nachmalige Gattin, GräfinMarie Luise von Wiser kennen, welche ihn zum Übertritt zumKatholicismus überredete ^ nachdem?er konvertirt hatte, öffnetensich ihm eine Menge Ehrenstellen am kurpfälzer Hofe zuMannheim, wo er Geheimer Rath, Kammerherr, Capitaine enChef der Pfälzer Leibgarde zu Pferde (Nov. 1753), General-lieutenant und Ritter des hohen St. Hubertus-Ordens (1752)wurde. 1743 war er als Gesandter in Wien und hiebei zumkaiserlichen Geheimen Rath ernannt worden.

Durch sein beständiges Leben am Mannheimer Hofe be-nöthigte er stets grössere Summen; daher sah er sich gezwungen,allmälig seine Neu-Leininger Hälfte an den Bischof von Worms(1742 um 40000 ff.), Monsheim an Pfalzgraf Friedrich vonZweybrücken, Obrigheim an Baden-Durlach und Wachenheiman die Alt-Leininger Linie zn versetzen. Graf Georg Hermannprotestirte gegen diese Veräusserungen, und war der Erfolgauch der, dass Obrigheim und Monsheim 1746 zurückgegebenwerden mussten ; 1759 verkaufte endlich Ernst zum Nachtheileseiner Descendenz Alles, was er noch an Besitz hatte, an Karl I.

vom älteren Ast der Neu-Leininger Linie, wobei Ernst sowohl

des Letzteren Primogeniturrechte anerkannte, als auch für sichund seine Nachkommen einen Jahresgehalt ausbedang und zu-gesprochen erhielt. Seitdem ist der bayrische Ast der Neu-Leininger Linie apanagirt gebliehen.

Neu-Leiningen kam, wie schon erwähnt, 1767 ganz anden feindlichen "' Nachbar, den Bischof von Worms, da dieservon einer Rückgabe nichts wissen wollte 1 ).

Von Graf Ernst erhielt sich ein schönes vom HofmalerKonrad von Mannlich 1750 gemaltes Ölbild in der städtischenGallerie auf dem Heidelberger Schlosse (No. 165 neuer, No. 3519alter Katalog.

') 1801 fiel es an Frankreich, 13. Mai 1874 durch Kauf an Graf KarlEmich zu Loiningen-Westerburg-Neu-Leiningen, also wieder an die alte Linie!

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