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Reisepass als österr. Hauptmann 21. Febr. 1805 noch einmalnach Grünstadt. Im März 1805 musste die Neu-LeiningerLinie wiederum einen grösseren Kriegsbeitrag leisten.
Nachdem zwischen der Alt- und Neu-Leininger Linienach der Neugestaltung der Dinge ein Theilungsprotokoll22. Oct. 1804 aufgestellt war, wurde 7. März und 10. Mai 1806zwischen Karl III. und Christian Karl ein Theilungsvertraggeschlossen, demzufolge — kurz gesagt — die Alt-LeiningerLinie die Herrschaft Ilbenstadt nebst der Hälfte von Schadeck,die Neu-Leininger Linie die Herrschaft Westerburg nebst VaSchadeck erhielt. Karl III. ertheilte hierauf 28. Mai 1806dem Cabinetsrath Bergmann Vollmacht, den ihm zugefallenenOrt Westerburg in Pflicht zu nehmen.
Ausserdem behielt die Neu-Leininger Linie die Laur-wigsche Anwartschaft 1 ) auf das Fideikommisskapital von 686024Thlr. Durch die rheinischen Bundesakte 1806 wurde Wester-burg nebst Schadeck grossherzoglich bergischer Souveränität(das 1. standesherrlich, das 2. grundherrlich) untergeordnet,Avelche der Grossherzog von Berg auch 1. Aug. 1806 über dieseLeiningen-Westerburgschen Lande antrat; dieselbe dauerte bis1812. Nach den Befreiungskriegen wurde Westerburg undSchadeck 1814 herzoglich nassauscher 3 ) Souveränität unter-stellt. Da den Grafen Karl III. wohl einerseits die Regierungs-last in Folge der Kriegsbeschwerden zu sehr drückte, andrer-seits sein Einvernehmen mit den Unterthanen nicht das Bestewar, so trat er 15. Mai 1808 seine Güter und Gerechtsamegegen eine Competenz an Geld und Naturalien an seinenBruder August ab und starb 26. Nov. 1813.
Verlobt war derselbe zuerst mit Gräfin Hedwig ChristianeLuise von Wittgenstein (Eheverlöbniss vom 27. Febr. 1797),
') siehe oben unter Gräfin Margarethe.-) 1866 königlich preussischer.