1799 zu erwähnen. Dann setzte General Joubert im August
1798 auf die Westerburger Zehntrenten eine Contribution von10000 livres an, im Dec. 1798 abermals eine „ungeheure" Con-tribution. Hierauf folgten wieder Holzlieferungen nach Ehren-breitstein und für die französische Feldarmee in Folge Befehlsdes Generals Soult im Febr. 1799. Von Ende 1798 bis Ende
1799 waren auch zahlreiche Lieferungen nach Mainz zu stellen,und im Sept. 1800 legte General Augerau der Herrschaft eineRequisition auf. Im Nov. 1800 unterhandelte man mit GeneralAugerau, um einen Frieden für die Herrschaft Westerburg zuerlangen, und suchte die Rentei der Neu-Leininger Linie unterpreussischer Vermittlung eine Neutralität für die Herrschaftzu erwirken, welche denn auch vom ersten Consul NapoleonBonaparte 20. Dec. 1800 genehmigt wurde. Die Verluste derHerrschaft waren durch die fortwährenden Beitreibungen be-deutende geworden, daher reichte Karl III. behufs Entschä-digung einen vom Hofrath Brandt 1797—1801 aufgestelltenEtat über die durch die Kriege entstandenen Verluste undSchulden im Grünstadt-Neu-Leininger Theil wie in der Herr-schaft Westerburg ein, ausserdem reiste Graf Friedrich vonSolms - Laubach auch im Leiningen -Westerburgschen Interessezum Friedenskongress nach Rastatt 1799, und nach Paris 1801,doch Beides ohne nennenswerthen Erfolg, bis endlich durchden Frieden von Luneville, 9. Febr, 7. März 1801 sämmtlicheLeiningen-Westerburgischen Besitzungen in der Leininger Graf-schaft links des Rheins definitiv verloren gingen und an Frank-reich 1 ] fielen.
Der Neu-Leininger Besitz in der Leininger Graf-schaft vor der französ. Revolution war folgender gewesen:die Hälfte von Grünstadt' J ), die Dörfer Asselheim, Albsheim,
') später, 1815, an Bayern (Pfalz).
") Das mit im Besitz geweseno '/ 2 Neu-Leiuingen war 1767 ans BisthumWorms verkauft.