sein eigen nennen. Trotzdem wollte er von dem Primogenitur-Rechte nichts wissen und bestimmte in seinem Testament, 18.Apr. 1724, in dem er den Landgrafen Ernst Ludwig zu Hessen-Darmstadt zum Ehrenvormund bestellte, dass sein Besitz unterseinen Söhnen getheilt werde. Graf Georg II. starb nach segens-reichem Leben 4. Mai 1726 und wurde 5. Mai in der neuer-bauten Gruft der Westerburger Kirche beigesetzt; sein Leich-nam war nach dem Bericht des 1762 noch lebenden Leiningen-Westerburgschen Archivraths Knoch 1762, also nach 36 Jahren,noch unverwest. Die Inschrift seines Sarges lautet:
„Georg Graf zu Leiningen,
Ritter St. Huberti,geboren am 2. März 1666, gestorben am 4. Mai 1726,vermählt: 1. am 27. 5. 1684.
2. am 3. 7. 1697.
3. am 2. 2. 1711.
Leichentext: Psalm 62, 6. 7. 9.
In allen meinen Jahren von erster Jugend an
Hab ich es wohl erfahren wie schwer die Himmelsbahn.
Ich bin auf keinen Rosen gegangen jederzeit,
Wie etwa die Gottlosen in falscher Sicherheit,
Nun hat mich auch gewähret mein allerliebster Gott,
Was ich so oft begehret in mancher meiner Noth;
Er hat mich nun entnommen der Erde grosser Qual,
Ich bin nunmehr gekommen in Jesu Ereudensaal."
Yermählt war Graf Georg II. dreimal:
I. mit Anna Elisabeth Wilhelmine, Tochter des GrafenMoritz v. Bentheim-Teklenburg und der Joh. Dorothea Herzogin v.Anhalt-Dessau; Wilhelmine war die Wittwe Graf Phil. Conrad'svon Bentheim-Steinfurth. Geboren 1642, vermählt 27. Mai1684 1 ). Am 4. Oet. 1686, 1 Tag nach den Ehepakten, bestätigteGeorg Wilhelm die von seinem Sohn Georg II. an seine Ge-
'1 Man findet auch 27. Jan.; Ehepakten wurden am 3. Oct. 1G86 errichtet