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2 (1891)
Entstehung
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mit einigen Offleieren eingeladen war, erschienen Alle noch mitden Säbeln an der Seite; als der mitanwesende österr. Commissär,ein ungarischer Aristokrat 1 ), sich bei Rüdiger über den Grafenbeklagte, weil dieser bei Tisch erwähnte, dass die österr. Offi-ciere die gefangenen ungarischen Officiere so schonungslos be-handelten, und dabei dem Grafen zurief: „Vergessen Sie nicht,Graf Leiningen, dass ich ein Österreicher bin", erwiderteLetzterer: „So, Graf X, ich dachte, Sie wären ein Ungar!"Rüdiger fügte hinzu: „Graf Leiningen hat seinen Säbel nochan der Seite!" Rüdiger gab auch den höheren ungarischenOfficieren zu verstehen, dass er ihre Flucht nicht bemerkenwerde, und benützten dies auch Einige; Graf Karl wollte aber,als seine Freunde ihn darum baten, nichts hievon wissen; erantwortete vielmehr: „Die meine Siege theilton, mit denentheile ich auch die schweren kommenden Tage," und blieb. —

Er wurde mit seinen Leidensgefährten nach Arad ver-bracht und durch General Haynau zum Tode verurtheilt.

Aus seinen letzten Stunden sind mehrere Briefe an seine Frauund Verwandte erhalten''); so heisst es u. A. in einem, an seinenBruder Georg gerichteten Briefe d. d. Arad 5. Oct. 1849: „Euchaber, meine theuren Brüder, die ich auch stets aufrichtig ge-liebt, Euch bitte ich, die Schmach, die durch jenen infamenZeitungsartikel 3 ) auf mich geworfen ward, nicht an meinemNamen kleben zu lassen. Verlangt meine Akten, macht, wasIhr könnt und lasst keinen Schandfleck auf meinem Namen!"u. s. w. Der Brief an seinen Schwager Leopold von Rohonczyd. d. Arad, 6. Oct. 1849, wenige Momente vor seinem Todegeschrieben, schliesst mit den Worten: „Soeben haben 4 vonuns ausgelebt, noch hallen die Schüsse in meinem Herzen

') Er bleibe absichtlich-'liier ungenannt.

-) Im Besitz seiner Wittwe und seines Sohnes Hermann.

"1 Die Lüge der Erschiessung von 17 Officieren enthaltend.