Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
287
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Durch die rheinischen Bundesakte, 12. Juli 1806, wurdedie vormals reichsständische Grafschaft Westerburg (ca. 4000Einwohner) und die grundherrliche Herrschaft Schadeck (c. 400Einw.) grossherzoglich Bergischer (1815 herzoglich Nassauscher)Souveränität — die erste standesherrlich, die zweite grund-herrlich — die Herrschaft Ilbenstadt (nur mehr mit 74 Einw.)grossherzoglich hessischer Souveränität standest) errlieh unter-geordnet.

Von Ilbenstadt überliess die Linie 1828 ihre auf Justiz-und Pohzeiverwaltung sich beziehenden Gerechtsame an denGrossherzog von Hessen.

Nach dem Wiener Congress 1815 erhielten die Alt- undNeu-Leininger Linie als einstweilige Entschädigungs-Ergänzungalle Privatgüter, -gülten und -Zinsen in den verlorenen über-rheinischen Landen zurück, welche unter einem onerösen Titelnoch nicht veräussert waren. Diese Veräusserung der Leinin-genschen Besitzungen hatte durch die französische Regierungam 30. Dec. 1812 zu Mainz stattgefunden. Zurück bekamennun die Grafen ausser der Burgruine Alt-Leiningen: Die vonden Steigerern nicht in Besitz genommenen oberen und unterenKrummwiesen und die Dorfwiesen zu Alt-Leiningen- von 3719sonstigen Wiesen, die verkauft waren, die 3 letzten Terminemit 6121 fres. 80 cts. nebst 5 % Zinsen vom 30. März 1814;Porsthaus Neubau mit 3 Morgen Acker; an Wald den Zimmer-berg, Ameiser, das Spechtthal, Gartenwald und das Eichelstück;4 Fischweiher (den grossen Sägemühl-, Hecht-, Merz- undSägemühlweiher zwischen Alt-Leiningen und Hertlingshausen;einen Steinbruch bei der grossen Sägemühle; vom HöningerWald 345 Hektar; ein Forsthaus mit Garten; den Herz- undErlenweiher — fürwahr ein geringer Rest von der einst sostolzen Grafschaft. Diese neu erworbenen geringen Besitzungenhezw. Rcvenüen brachte sodann die ältere Linie durch Uber-