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lustig" erklärt wurden. Die alte Leininger Grafschaft unter-stellte man dem Departement Donnersberg. Parcus versiegelteund versteigerte von da an alle Mobilien des gräflichen Hausesin den Schlössern von Grünstadt, sowie in den Jagdhäusernzu Höningen und Neuhau, leerte alle herrschaftlichen Kassenund versteigerte 100 Klafter herrschaftliches Holz des HöningerWaldes; auch berauhte er das Archiv und die Kanzleiregistra-turen. Beim Vordringen der Preussen floh er mit seinemRaub „heiastet von den Verwünschungen gar Vieler" und GrafChristian Karl kehrte zurück.
Das preussische Kriegskommissariat trug am 23. April1793 der Grafschaft die Lieferung von 1000 M. Hafer, 1650Ztr. Heu und 1000 Bund Stroh auf; doch wurde dieselbe aufVorstellungen der gräflichen Kanzlei wieder erlassen; die Ge-gend war bereits von den Franzosen gründlich ausgesogen.
Am 14. Mai 1793 reisten der Bürgermeister Clauss vonGrünstadt mit dem Gerichtsschulzen Schöneberger von Tiefen-thal und dem Schulzen Binder von Lautersheim ins Haupt-quartier des Königs Friedrich Wilhelm II. von Preussen nachGuntersblum, um „im Auftrag des Gemeindevorstands und derBürgerschaft zu Grünstadt eine Bittschrift an I. Kgl. Majestätvon Preussen wegen unserer Herren Grafen, welche in Parisin Gefangenschaft" zu überreichen. Nachdem der KönigGrünstadt passirt hatte, reiste der Oberschultheiss und Gerichts-bürgermeister von Griinstadt abermals im August 1793 zu demin Dürkheim weilenden Könige, um denselben zu bitten, ermöge die gefangenen Grafen (wieder heisst es hierbei: „unsereHerren Grafen") befreien. Dies zeigt, dass der grössere undeinflussreichere Theil der Grünstädter bzw. der Grafschaft nochtreu an ihrer Herrschaft hing; denn sonst würde man sich,wenn man froh gewesen wäre, die Landesregenten los gewordenzu sein, nicht so eifrig für deren Rückkehr bemüht haben; eswirft dies ein glänzendes Licht auf die Treue der Bürgerschaft
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