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2 (1891)
Entstehung
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liehen Gruft am Sonntag Cantate 1736 eingeweiht wurde, undbaute die Kirche zu Tiefenthal; auch der Alt-Leininger, vonseinem Vater erbauten Kirche widmete er seine Fürsorge.

Im Verein mit Graf Karl I. stiftete er 25. Februar 1747eine Pfarrwittwenkassa, die heute noch besteht u. c. 18000 Mk.besitzt, und sorgte für Verbesserung der Pfarr- und Schulein-künfte, „ja es wird nicht leicht in der ehemaligen GrafschaftLeiningen-Westerburg ein Ort zu finden sein, wo nicht nochjetzt Spuren seiner gottesfürchtigen Gesinnung und Wirksamkeitanzutreffen sind, und er hat sich bleibende Verdienste um Landund Kirche erworben." 1 ) Graf Georg Hermann hat ferner dasVerdienst, 1729 die Höninger Lateinschule, nachdem sielange geruht, durch Verlegung nach Grünstadt in dieser Stadtwieder hergestellt zu haben; diese Schule gehörte Mitte vori-gen Jahrhunderts schon zu den vorzüglichsen Anstalten derPfalz, und von Nah und Fern sandten Eltern ihre Kindernach Grünstadt 2 ).

Auf Anregung seiner gottesfürchtigen und wohlthätigenzweiten Gattin Charlotte Wilhelmine erbaute Graf Georg-Hermann und sein Mitregent Graf Karl I. das noch vorhandeneGrünstädter Waisenhaus, zu dem der Grundstein am 21. Mai1750 gelegt wurde; die Stiftungsurkunde 3 ) datirt vom 4. Juli1750; die Gebäude wurden 1755 vollendet und eingeweiht undmit 20 Waisen besetzt. Wie sehr Graf Georg Hermann Ord-nung in seinem Lande zu schaffen suchte, geht daraus hervor,dass er 1723 „zur Wiedereinhehrstellung eines ordentlichenWesens im gantzen Lande eine Generalrenovation 4 )" anordnete,

') Gümbel, Gesch. d. protest. Kirchen der Pfalz, S. 71.

2 ) Lehmann, Leininger Thal, S. 175.

*) Noch bei den Akten des Waisenhauses zu Grünstadt.

4 ) Anfang des im Besitz der Gemeinde Alt-Leiningen befindlichen „Alt-Leininger Güterbuchs" von 1730,