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Hl. Die Leiningen-Scliadecker Speciallinie.
532 Christof,
Graf zu Leiningen-Westerburg, des heil. röm. Reichs Semperfrei
Georgs I. dritter Sohn, geboren 30. Sept. 1575. SeineErziehung war die Gleiche, wie bei seinen Brüdern; 1591 trater in französische Kriegsdienste, warb 3000 Mann, die er alsObrist kommandirte, und machte 1593 einen Kriegszug mit,worauf er wieder nach Schaumburg zurückkehrte.
Als die Westerburger Linie 1597 ausstarb, bekam Christofdurch den mehrfach erwähnten Friedberger Vertrag von 1598Schadeck, Cleeberg und Minsfeld, welche Herrschaften er 1609gegen Reinharts III, Herrschaft Schaumburg vertauschte.
Da das väterliche Erbe für den in seinen jungen Jahrenetwas verschwenderisch angelegten Grafen Christof zu geringund die ererbten Schulden zu gross waren, heirathete er 1601die reiche Freiin Anna Maria von Ungnad, die ihm die inThüringen gelegene Herrschaft Münchenbernsdorf zubrachteAls sie jedoch 1606 starb, war die Besitznachfolgerin Christofsund Anna Marias erstes Kind Margarethe Elisabeth; dochverkauften die Vormünder auf Antrag Christofs Münchenberns-dorf an den sächsischen Kanzler Bernhard von Pölnitz für12000 Thlr.; Christof bezahlte mit einem Theil dieser Summeseine und seines Schwiegervaters in Thüringen gemachtenSchulden.
Nach dem Tode seines Bruders, Graf Philipp Jacob iheilte•Christof mit Reinhart III. durch den Schadecker Vertrag vom25. Sept. 1612') die ganzen Besitzungen, wobei Christof Schaum-burg, Schadeck, Cleeberg und Minsfeld erhielt; für den Fallkinderlosen Absterbens Reinharts III. blieb Christof der Rück-
9 Siehe oben unter Reinhart IH.