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1558 warb Georg I. zu seiner Compagnie wieder 160 Mann
und zog trotz des Protests seiner protestantischen Verwandten
wieder zu Felde. Als Obrist waren ihm monatlich 1000 fl.
zugesichert, doch erhielt er nur schlechte Zahlung, dagegen
mehrmals 1570 und 1572 Schuldscheine von französischen
Marschällen (Montmorency, Danville, Villeneuve, Oosse, Anjou)
und dem König von Frankreich, die aber meist nicht ausgelöst
wurden. 1574 warb er wieder Truppen für Frankreich und
sollte 1575 nochmals 3000 Mann werben, was er jedoch unter-
liess, da er erst zuvor seine alten Forderungen befriedigt sehen
wollte. 1577 bekam er vom Marschall von Schömberg einen
neuen Bestallungsbrief; als seine Verwandten in ihn drangen,
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nicht gegen die Hugenotten zu kämpfen, wies er sie mit derBemerkung ab, dass die Hugenotten die Waffen gegen ihrenKönig ergriffen hätten und daher Rebellen seien. Georg I.scheint eben, wenn auch zum Protestantismus übergetreten,wohl weniger ernsthaft von dieser Lehre durchdrungen, alsvielmehr als rauher Kriegsmann von der altangestammtenKampflust seiner Ahnen beseelt gewesen zu sein.
Seine Forderungen an Frankreich beliefen sich inzwischenauf 160000 Francs, was ihn sehr bedrückte, da er seinerseitsseine Werbeofficiere befriedigen musste. 1585 zog er daher,nachdem er seine Söhne studirenshalber nach Pont ä Moussongebracht hatte, nach Paris, um seine Angelegenheit kräftigerbetreiben zu können; doch fruchtete auch dies nichts und sozog er nach Schaumburg zurück.
Die Durchführung der Reformation hat er in seinem Lande1560 begonnen und hiebei das Nonnenkloster Fachingen ein-gezogen. Trotz seiner Kriegskosten und geringeren Einkünftewar er dennoch ein guter Haushalter, der, so oft er von seinenKriegszügen zurück kam, für sein Haus sorgte; vom LandgrafPhilipp von Hessen kaufte er mehrere Weinberge zu Cambergund Güter zu Steinsberg um 4080 fl., 1578 den Zehnt zu Lahn-