Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
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wohlgeb. Herr, Herr Ludwig Emich Graf zu Leiningen undRixingen noch im Hause zu x \lt-Leiningen oben in einer Kammerverschlossen hat." Um einmal ein Beispiel eines solchen In-ventars zu geben, sei dasselbe hier erwähnt; es waren also ingenannter Kammer im Schlosse zu Alt-Leiningen: „2 gezogeneRohr (Gewehre), 1 klein röhrlein, 1 lang Schrodrohr, 2 Mus-queten, 4 Paar Pistolen und eine eintzige, 3 Pr. alte Puffhartund auch 1 eintzig, 6 Dägen, 1 Schweitzer Dägen, 1 gabeilmit einer klingen, 1 Dolch, 6 Rüstung, 1 Ringkragen, 4 Hälffernzu lang Rohr, 2 Fechtdägen, 2 Larffen (Fechtmasken), 5 StückGarn (zur Jagd), 1 Treibzeug, 1 new Garn, so noch auf derHaspcl, 2 Hüth, 2 Pr. Stiefel, 1 Schlitten Zeug, 1 Jägerhorn,1 Stück Bley, wiegt 21 tt; (1 Schreibzeug, steht meiner GnädigGräfin und Frawen zu)."

Graf Ludwig Emich starb bereits 1635 zu Oberbronn,noch vor seinem Bruder Johann Casimir.

500 Seine Gemahlin war die Gräfin Esther von Eberstein,

Frau von Frauenburg, Werdenstein und Forbach, mit der ersich am 21. August 1624 zu Worms vermählte 1 ). Ihre Töchtererzog dieselbe, selbst nicht von festen Grundsätzen^ leider nichtgut, was sich besonders an Agathe Luise schwer rächte, wieoben schon unter Ludwig Eberhart erzählt. Gräfin Estherstarb in hohem Alter am 10. October 1682 zu Worms, wo siesich der französischen Kriegsunruhen halber aufgehalten hatte.

Auch von dieser Gräfin Esther befindet sich unter den Ober-bronner Akten ausser einem Vertrag wegen des Amts Werden-stein vom 11. September 1667 mit Gräfin Maria Eleonore zuEberstein, geb. Gräfin zu Nassau-Saarbrück a ) auch unter E.4306, 10.) ein Verzeichniss der „kleinodia, gülden Ring, ge-

') Oberbronner Akten. Speyer, E. 4304: Brief Ludwig Emichs betreffenddie Heirathsverschroibung für seine Frau von 1624.

J ) A. a. o. E 4290. 10.).