Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
176
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ererbten Grafschaft Leiningen einen Theilungsvertrag schloss')*wonach Philipp Alt-Leiningen, Johann Ludwig Neu-Leiningenzur Residenz erhielt, während die Grafschaft Leiningen derOberbronner und Rixinger Linie gemeinsam verblieb, worüber1657 im sogen. Grünstädter Vertrag noch ein besonderesÜbereinkommen getroffen wurde.

1660 wurde Graf Philipp vom Kaiser wegen seiner juri-stischen Kenntnisse und seinem grossen Ansehen zum Präsi-denten des Reichskammergerichts zu Speyer und zum GeheimenRathe ernannt, weshalb er von Altleiningen nach Speyer zog.Allein sein herannahendes Alter und die Sorge für seinen Sohnbewogen ihn, das Präsidentenamt mit kaiserlicher Bewilligung1665 auf diesen, Graf Ludwig Eberhart, zu übertragen, und sozog er 1665 wieder nach Alt-Leiningen, starb bald nachheram 9. Februar 1668 in Grünstadt und wurde in der Jacobs-kirche zu Höningen beerdigt, wie sein daselbst noch befindlicherGrabstein bezeugt.

Auf demselben steht:Philipps Graf zv Leiningen vndRixingen Herr zv Westerbvrg Schavmb. Forb. v. Mörsb. desheil. rom. Reichs Semperfrey rom. keis. Mai. Rath v. Camer-Praes. zv Speier Geborn d. 5. Jan. 1591. Starb zv Grünstattselig den 9. Febr. 1668." Ausserdem ist noch das ver-einigte Leininger, Rixinger, Westerburger und SchaumburgerWappen, sowie Psalm 90, 10. Vers eingehauen.

Vermählt war Graf Philipp II. mit Agathe Katharina,Tochter des Schenken Eberhard zu Limburg und der GräfinKatharina zu Hanau-Lichtenberg. Geboren 30. Juli 1595, ver-mählte sie sich 20. August 1618; Todesjahr unbekannt; sieruht zu Höningen. Die Heirathsverschreibungen datiren von

') Oberbronner Akten, Speyer E. 4290; 6 und 7).