Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

IL Die Rixinger Speciallinie.

Philipp II.

Graf zu Leiningen-Westerburg-Rixingen, des heil. röm. Reichs

Sem per fr ei,

der 2. Sohn des Grafen Ludwig, geboren 5. Jan. 1591 zu Ober-bronn, studierte in Strassburg, machte Reisen nach Italien,Frankreich, Holland, Belgien und England, wohnte 1612 derWahl und Krönung des Kaisers Matthias bei, und war einfeingebildeter, grosser Verehrer der Wissenschaften. 1615widmete ihm Theod. Rhodius aus Asselheim eine Anzahllateinischer Gedichte, die 1615 zu Darmstadt gedruckt wurdenund dem Grafen grosses Lob spenden 1 ). Nach dem Testamenteseines Vaters erhielt er 1623 die Grafschaft Rixingen und dieHerrschaft Mörsberg, und nahm seine Residenz zu Rixingen,nachdem sein Bruder Johann Casimir abgezogen war, der abernur das leere Nest zurückliess und sogar alle Mobilien mitfortgenommen hatte.

Natürlich brachten auch ihm der 30jährige Krieg und dieFranzosen viel Ungemach und Leiden, und wenn er, vorsich-

') Th. Rodii poemata varia, Darmstadi ad B. Hofmannum 1615. An Philippsind ausser der Vorrede Gedichte gerichtet: S. 8. 24, 57, 77; an Philipps VaterLudwig: S. 24, 54, 92, 94, 101, 111: an Philipps Bruder Ludw. Emich: S. 57, 77.