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2 (1891)
Entstehung
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Die Leiningen-Leininger Linie.

453 Pili Ii pp I.

Graf zu Leiningen-Westerburg, des heil. röm. Reichs Semperfrei,/ Kuno's II. ältester Sohn; geboren 10. Nov. 1527, genoss erdurch seine Mutter und am lcurpfälzer Hofe zu Heidelberg einevortreffliche .Erziehung. 1549 übernahm er, anfangs unter Vor-mundschaft seiner Mutter, 1553 selbständig die Regierung desGesammthauses und empfing die zu der Grafschaft gehörigenLehen, worunter die Hälfte an Burg und Stadt Neu-Leiningen;dann kam 1557 die vorhin erwähnteErbgrundtheilung", wo-rauf er im gleichen Jahre seine Residenz von Westerburg nachSchloss Alt-Leiningen verlegte.

Graf Philipp I. war es, der die Reformation in der Graf-schaft Leiningen-Westerburg einführte, und schon 1555wurde im Klösterlein zum heil. Kreuz zu Neu-Leiningen dieerste evangelische Predigt gehalten; der Bishof von Wormsprotestirte zwar dagegen, doch umsonst, da Philipp ihn miteiner energischen* Antwort abwies! und nichts änderte 1 ). Ersetzte vielmehr die Einführung der neuen Lehre mit solchemEifeP'fort, dass bereits 1560 alle Kirchen seines Gebiets mitevangelischen Geistlichen besetzt waren; auch in der ihm zu-

') N'ou-Leiuingcn, M. d. h. V. d. Pfalz, XL S. SO.