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Graf Johann von Nassau vertreten, doch ohne Erfolg. Um ihrgutes Recht 1 ) zu behaupten, nahm die bedrängte Wittwe ihreZuflucht zu Churfürst Friedrich dem Siegreichen von derPfalz, dem sie allerdings für seinen Schutz einen grossenTheil des ihr zustehenden Erbes zusicherte. Unter dessenBeistand gelang es ihr endlich 1468, für sich und ihre Nach-kommen die Erbschaft und Regierung in der Grafschaft Lei-ningen anzutreten; sie erhielt — (nach Abtretung von 23Leiningischen Orten an Churpfalz für den bewiesenen Schutzund Schirm) -— ungefähr die Hälfte der Grafschaft und zwar:die Burg Altleiningen halb, mit Kloster Höningen, 1 4 an Festeund Stadt Neu-Leiningen, dann die Orte Grünstadt, Asselheim,Sausenheim, Obrigheim, Kirchheim, Tiefenthal, Quirnheim,Ebertsheim, Lautersheim, Mertesheim, Bossweiler, Albsheim,Bissersheim, Hertlingshausen, Wattenheim, Seckenhausen,Wachenheim auf der Pfrimm, Monsheim halb, Hochspeyer, sowieviele Höfe, Mühlen und Zehnten. Die andere Hälfte derGrafschaft bekam, wie schon erwähnt, der Churfürst für seinenBeistand, sowie Graf Emich VII. von Leiningen-Hartenburg' 2 ).1468 liess sich Margarethe in ihren neuen Lanclestheilen hul-digen 3 ). Emich VII. erwirkte zwar 1469 von Kaiser Friedrich III.den Befehl an Margarethe, sowie ein Kammergerichtsurtheilgegen Worms, Neu-Leiningen hinnen 6 Wochen und 3 Tagenan Emich VII. nebst 10000 Gulden Schadenersatz zuübergeben 4 ); allein dies fruchtete,/ibsoluPnichts. Neu-Leiningen's
!) Die Familienverträge sprachen sieh darüber auf's Bestimmteste aus, dassim Falle ein Manns stamm ausstürbe, die weibliehen Verwandten die nächstenErben sein sollten!
2 ) Siehe unter diesem im I. Band.
• s ) Knoeh, Westerburgor Chronik.
4 ) Neu-Leiningen, Heft XIII. der Mittheil, des bist. Voreins der Pfalz,(1883) S. 81