auch dalieim bleiben würde; auch könne der Beichtvater ihnvon dem Gelübde, nach Palästina zu wallfahren, entbindenund ihm auch — ausser an St. Peter und Paul und am Jakobs-tage — das Fasten erlassen und es in andere gute Werkeumwandeln.
Zwischen 1414 und 1418 war Reinhart II. auch auf demIvostnitzer Concilium anwesend und wird sein Name im Con-stanzer Concilienbuch zweimal genannt 1 ).
Reinhart II., dem in einer Urkunde „eine treue und red-liche Lebensart" nachgerühmt wird, starb im Jahre 1421 undwurde im Severstift zu Gemünden beigesetzt.
Kaum im 45. Jahre seines Alters, ein Jahr vor dem Todeseines Vaters Johann (1369), hatte dieser ihn mit Lysa, derTochter des Grafen Wilhelm von Wied, verloht; doch kamdiese Ehe nicht zu Stande, Dagegen vermählte er sich am20. Juni 2 ) 1373 mit Katharina, einer Tochter des GrafenBalthasar von Nassau-Wiesbaden und der Gräfin Margarethavon Nassau-Idstein 3 ); sie war geboren im Jahre 1352. Im Jahre1389 verwidmete er sie auf Schadeck, wozu der Erzbischof
') S. Bibl. des litter. Vereins in Stuttgart GL VIII. (Tübing. 1882) S. 196:„Rennhart von "Westerburg, uss dem ßinbirg (Rbeingebirg)". und S. 198: Rain-hart von Westerburg." Da Reinhart auf S. 196 unter den „fryherrn und panuer-herren", auf S. 198 aber unter „ritter, knecht und edel Dinstleut" aufgeführt ist,so könnte der Reinhart auf S. 196 vielleicht Reinhart II,, der auf S. 198 aberReinhart III., sein Sohn, gewesen sein, oder der Aufzeichner hat es nicht allzugenau genommen.
2 ) Nach dem ,,Verzeichnuss der Gräfin Ottilie" am 20., bei Lehmann aber,S. 93, am 10. Juni.
3 ) Ihr Bruder Adolf war Erzbischof von Mainz und 1373 postuliert worden.(Nach dem Leininger Salbuck im Darmstädt. Archiv.) Reinharts SchwesterBertha war mit Graf Walram von Nassau vermählt (s. Hühners 468. Tabelle,Hagelgans, Nassau. Geschlechtstafel (Erankf. 1753) pag. 29.