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in welcher der Graf von Sayn, Hermann von Wildenburg u.A. gefangen wurden 1 ). Sie mussten schwere Lösegelder zahlenund in der Urfehde geloben, gegen Westerburg und Solms niemehr zu kriegen, auch keine Rache zu üben. Die Gefangen-schaft der übrigen Helfer dauerte noch bis 1366.
Dem Erzbischof Engelbert von Köln muss Johann wich-tige Dienste geleistet haben, die nicht näher bekannt sind. DerErzbischof belohnte ihn dafür mit jährlichen 86 fl., die er ihmauf den Zoll zu Bonn anwies. Eben so muss er sich umRuprecht I. (den Aeltern) von Kurpfalz verdient gemacht haben,da dieser ihn und seine Nachkommen .1366 mit den (von KaiserKarl IV. 1349 Johann verliehenen und von diesem dem Kur-fürsten aufgetragenen) zwei Turnosen von jedem Fuder Weinauf dem Zolle zu Caub belehnte, wogegen Johann sich ver-pflichtete, als der Pfalz Mann und Ritter dem Kurfürsten zudienen und ihm seine Burgen Westerburg, Weltersburg, Scliadeck,Schaumburg und Cleeberg jederzeit zu öffnen.
Auch in anderen Fehden scheint er vom Glücke begün-stigt gewesen zu sein, wie die mancherlei noch vorhandenenihm geschworenen Urfehden darthun. So 1369 mit dem tapferen(Ritter Hermann Winter) von Hersbach; auch dieser unterlag,wurde gefangen und musste, als er losgelassen wurde, eidlichversprechen, gegen Johann und seine Gemahlin, sowie auchgegen Johann von Molsberg nie mehr zu kämpfen. Mit GrafJohann von Nassau-Mohrenberg 3 ) schloss Johann I. endlich 1369noch ein Frcundscliaftsbündniss.
Nachdem Johann I. von Westerburg aus allen Kämpfensiegreich hervorgegangen war' und die Macht des Hauses fester
1) Marburg, Beiträge p. 87 nr. 2.
2 ) Nicht zu verwechseln mit dem in "Westerburger Gefangenschaft ge-
rathenen Naasau-Dillenburger.