Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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der Nälie von Westerburg) auf einander, und nach längeremJKampfe* blieben die Westerburger Sieger; Graf Johann vonNassau-Dillenburg wurde geschlagen, nebst 3 Rittern undeinigen Knechten gefangen und erst nach Westerburg, dannaber nach Schaumburg in Gewahrsam gebracht. Auf Wester-burgischer Seite soll nur ein Mann todt auf der Wahlstattgeblieben sein. Nach einem noch in demselben Jahre abge-schlossenen Vertrage wollten beide Theile einander verzeihen,auch die Gefangenen sollten freigelassen werden, doch brachbald nachher der »Krieg" von Neuem aus und erst 1370 findetman, dass durch den Erzbischof Kuno von Köln mit Johannvon Nassau wegen seines 800 fl. hohen Lösegeldes unterhandelt,darauf die Urfehde geschworen und den gefangenen RitternBürgschaft geleistet sei 1 ). Merkwürdigerweise stimmen die An-gaben hierüber so wenig mit einander überein, dass sie oftweit von einander abweichen. Nach Arnoldi wurde am20. März 1370 der Graf Johann von Nassau gegen ein Löse-geld von sogar 10,000 fl. freigelassen, und vier Tage daraufsollen 44 gefangene Ritter dem Westerburger Urfehde ge-schworen haben?"

Schon um 1364 hatte sich Johann I. mit dem GrafenDiether von Solms, der mit Sayn wegen der WittgensteinerErbfolge in Fehde stand, und mit Heinrich von Reichensteingegen den Grafen Salentin von Sayn verbündet; auch Anderetraten dem Bunde bei. Er zog nun Diether von Solms zuHülfe, und half ihm 1364 die Schlacht bei Steinbühl schlagen,

ist auch im Leiningen-Westerburger Saalbuch im Darmstädter Archiv angegeben,und die Gefangennahme in das Jahr 1363 versetzt. S. auch J. Fr. Faust's FastiLimpurgensis von Dr. K. Eossei (Wiesbaden 1860) pag. 47.

') Als Merkwürdigkeit zeigte man noch in spätem Zeiten in der Schaum-burg den Kerker, in welchem Graf Johann von Nassau so lange Zeit gesessenhabe.