genen Hiittenberger Gericht erhalten, und er, als Hiittenber-gischer Gauerbe, nebst seinem Bruder, geben 1323 ihre Ein-willigung zur Uebergabe des in diesem Gericht gelegenenAugustinerklosters Schiffenberg an den Deutschorden. Schon1324 verpfändet er seinen Antheil an Hüttenberg, sowie seinenTheil an Cleeberg 1 ) dem Philipp und Kuno von Falkenstein,und verschrieb zugleich dem Gottfried von Eppenstein dieAuslösung dieser Besitzungen um 400 Mark Pfennige. Aller-dings löste er später die Güter wieder ein und hierbei musstendie Gebrüder von Falkenstein 1324 sich verpflichten, gegen denedlen Mann Reinhard I., Herrn von Westerburg, niemals zukriegen, „es seye denn von Reichswegen oder wenn derselbesie beleidige oder ihnen Unrecht thue" a ).
Wie mit den Falkensteinern, „musste'' er wegen der allge-mein herrschenden Unsicherheit zu verschiedenen Zeiten sichauch mit Anderen verbünden, so 1330 mit dem Erzbischofevon Trier, trotz der öfter mit demselben vorgekommenenZwistigkeiten. 1333 mit Graf Johann von Katzenelnbogen (auf10 Jahre), 1346 mit Graf Johann dem Jüngeren von Nassau u. A.
Kaiser Ludwig der Bayer hat sich am 19. Jan. 1328 durchdie schismatischen Bischöfe von Venedig und Alexandrien inder Peterskirche zu Rom krönen lassen. In seiner Begleitung,1327 und 1328 befinden sich Reinhart I. und sein BruderJohann; sie zogen mit ihm durch die Lombardei nach Romund wieder zurück, und leisteten dem Kaiser besonders aufdem Rückwege durch ihre Tapferkeit „ausserordentlich' grosseDienste; die Folge davon war, dass Kaiser Ludwig sich auf'sRühmlichste über Beide aussprach.' und sie mannigfach aus-zeichnete; er setzte sie Beide zu Erbburgmännern in Caub ein
') S. die Cleeberg betreffende Notiz unter Heinrich I.2 ) Lehmann, Dynast, von Westerburg, Beilage No. 19, S. 136.