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Das Buchhandlungshaus K. F. Koehler in Leipzig : 1789 - 1889 ; ein Rückblick auf s. 100jähriges Bestehen
Entstehung
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Die Firma A, F. Aoehler in Leipzig. II. ;8Z0M2.

Weg zurück gelegt. Uebrigens melde dir, daß noch Löflund's Zlngabeseiner Rosten auf seiner Reise erwarte, die er vergessen hatte, seinem letztenSchreiben beizulegen, und mich erst nach deren Einsicht entscheiden werdeob ich über p. reise.

Du räth'st mir meine paar Thaler nicht auf solche nutzlose Art zuversplittcrn, findest in meinen Plänen keine Basis keinen Tentralxmnkt cc.und fügest hinzu: denke an's Etabliren :c. An letzteres habe ich schonlange gedacht, finde es aber aus triftigen Gründen gut, mich nicht damitzu übereilen, indem ich hauptsächlich der nöthigen Fonds wegen nochnicht daran denken kann! Es macht sich nicht bey jedem so wie beydir, daß man Rommis sein und zugleich seine Zeit mit für sich selbstbenutzen kann und ich würde es dem Dater nicht verdenken, wenn ermir's abschlüge, mich unter gleichen Bedingungen wie dich, noch bei sichaufzunehmen. Darum lieber Heinrich ereifre dich nicht wenn ich jetzt nocheinstweilen scheinbar unthätig für meinen künftigen Heerd bin, werden auchmanche meiner Speculationen von andern ausgeführt, so verzweifle ich

nicht darüber, sondern werde dadurch nur desto aufmerksamer. Ich

kann nicht leugnen, daß manchmal trübe Gedanken in mir aufsteigenwenn ich bedenke, daß ich bald 2-5 Zahr bin und noch keine feste Aus-sicht auf ein Etablissement habe, solche Gedanken halten sich aber nichtlange, weil ich vernünftig genug bin mich über etwas nicht zu ärgern, wasich noch nicht ändern kann. Das Beste was ich jetzt thun kann, ist michmöglichst für die Folge zu befähigen und das thue ich gewissenhaft.Man lamentirt gewöhnlich über die vielen Handlungen die überall schonbestehen und sieht mit Schrecken den jungen Anwuchs den man nirgendszu placiren weiß, und der dennoch immer fortkömmt. Daß bereits einegroße Anzahl von Buchhandlungen bestehet ist unbestreitbar, ebenso daßes dem Anfänger schwerer wie ehemals fällt sich irgendwo zu etabliren.Demungeachtet findet auch heute zu Tage gewiß noch jeder fleißige undgenügsame sein Unterkommen, ich habe die Erfahrung davon namentlichin Berlin und hier gemacht; in Wien reflectirte noch zu wenig auf einefeste Stellung. Binnen z5 Zahren die man an einem größern Grtezubringt muß es jedem jungen Mann, der hinreichende Geschäftskenntnisseund wenn nicht ein einnehmendes doch gefälliges Betragen hat, gelingen,solche Bekanntschaften zu machen, die ihn in den Stand setzen sich ohneGefahr daselbst zu etabliren. Du zweifelst vielleicht hieran, ich kann diraber versichern, daß es mir nicht bange ist dieses in der Folge zu be-weisen. Hier bin ich noch keine 2 Zahre und habe es doch schon so weitgebracht, daß wenn ich hier bleiben wollte, es mich nur einige Wortekosten würde um für die Folge ein völlig sicheres Geschäft zu haben.Hr. Lausrlünllsr selbst gab mir zu verstehen daß er nur seine Sortiments-handlnng überlassen würde, wenn ich hier bleiben wollte, sdie nicht un-ansehnliche Geschäfte macht) allein es sind da viele Sachen zu bedenken,über die ich später mündlich referiren werde, die mich bewegen in dengütigen Antrag des Hr. Lausrlüncisr der es sehr gut mit mir meint, nichteinzugehen. Bevor ich nicht auf sichere und kräftige Unterstützung vonirgend einer Seite rechnen kann, und das dürfte noch einige Jahre dauern,so lange werde auch noch nicht an ein Etablissement denken. Ich binzwar schon lange in der Fremde und habe Deutschland mit Ausnahme