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Das Buchhandlungshaus K. F. Koehler in Leipzig : 1789 - 1889 ; ein Rückblick auf s. 100jähriges Bestehen
Entstehung
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Briefe aus Aarau. Zf

doch wenigstens ziemlich genau bekannt. Zch würde dich nun bitten mitLauffern einige Worte im vertrauen zu sprechen und ihn geradezu zufragen, ob er in solcher Verbindung mit ihm stehet, daß er einen jungenMann, neinlich meine werthe Person an ihn empfehlen kann. Du wirstdas von Lauffern, der ein gefälliger Mann ist, ohne Umschweife erfahrenkönnen; kann er es vermöge seiner Bekanntschaft mit Ackermann thun, sowird er es auch gern thun, ist er nicht in solchen Verhältnissen zu Annum sich so etwas zu erlauben, nun so war's eine Anfrage, die Lauffernicht übel nehmen wird. Zm günstigen Falle erwarte deine Antwort miterster Post, (wenigstens laß den Brief von Frankfurt direct gehen) undwerde dann ungesäumt an Ackermann und Lauffer schreiben. Duwunderst dich vielleicht über diesen neuen Weg, auf welchem ich mein Zielzu erreichen hoffe und schüttelst über mich unruhige Seele den Aopf;bedenke aber lieber Heinrich, daß wenn ich noch ins Ausland will, es bisOstern die höchste Zeit ist, wo ich dann das hübsche Alter von 2-5 Zahrenerreicht habe. Bis zu Ostern werde alle Mittel aufbiethen meinen Zweckzu erreichen, und ich darf wohl erwarten, daß du mir dabey, wie z. B.jetzt bei Lauffer, behülflich seiu willst. Selbst den Fall angenommen, daßdu dein eigenes Geschäft beginnen willst, was doch in den ersten Zahrennicht so Zeit raubend für dich sein würde, daß du darüber jenes vomVater, das doch wahrlich wenig Arbeit erfordert, zu vernachlässigenbrauchtest, glaube ich nicht durch einen mehrjährigen Ausflug nachtheiligauf Vater's Geschäft einzuwirken oder mir deswegen von deiner undseiner Seite vorwürfe zuzuziehen, indem ich meiner Meinung nach durchmancherlei euch nützlich sein könnte. Nun ich erwarte hierüber deine aus-führliche Meinung.

Man ficht in dein brüderlichen Briefwechsel, der uns aus dieser Zeitallerdings nur einseitig vorliegt - und merkwürdigerweise nur aus den Ant-worten des älteren Bruders besteht, während die Schreiben des jüngeren nichtzugleich vorliegen - nunmehr das große Ereignis der Abernahme desväterlichen Geschäftes seinen Schatten voraus werfen. Auch kleine Alißhellig-keiten und Gereiztheiten fehlen nicht, und sie erreichen ihren Höhepunkt inden: Schreiben des Aarauers nach Leipzig vom 23. Dezember f828, dasaber erst am f3. Januar chllß geschlossen wurde. Wir können uns nichtversagen, das Wesentliche aus dein über sechs (Puartseiten langen Schreibenhier wiederzugeben.

Daß du mein vorhaben über Paris zurückzukehren nicht billigest, findeich ganz in Ordnung, indem du die Sache zum Theil von einer Seitebetrachtest, wo sie am schwächsten ist, uemlich in ökonomischer Hinsicht.Wenn du aber meinst, sie würde im Verhältniß noch theurer wie deinenach Thüringen gemachte Reise sein, so möchtest du irren; ich findeübrigens daß du in den Tagen außerordentlich kostspielig gereist bist,wenn du wie du schreibst, so Thlr. gebraucht hast. Hier in der Schweiz,wo man wenigstens 2 mal theurer wie in jener Gegend lebt, z. B. fürjedes Nachtlager Thl. s bis Thl. 12 zahlen muß w. habe ich ins Wochen auch nicht mehr gebraucht und doch einen weit größereu