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Das Buchhandlungshaus K. F. Koehler in Leipzig : 1789 - 1889 ; ein Rückblick auf s. 100jähriges Bestehen
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Briefe an Fr. Riegel. 29

besorgte Mutter hat nun auch geträumt - sie habe ihu in einem grauenabgeschabten Rok gesehen, er sei ordentlich viel kleiner gewesen, als ergewöhnlich sei, und habe auch elend ausgesehen u. s. w. Ich habe sieaber beruhigt (wenigstens etwas) ich sagte: mein Kind! graue Kleider,bedeuten viel, und beschwerliche Arbeiten — der Hsz?sr hat viel gedruckt,druckt fast susuits fort da wird der junge, brav mit dran müssen, dakaun er nicht viel schreiben — er wird es wohl nachholen u. s. w. Nein!Gott sei Dank! es ist noch kein Unglück wegen den offnen Altan passirt,allein ich denke nur, es könnte noch geschehen — es wundert mich, dasssolche sonst so umsichtige Leutchens wie Us^srs sind, doch noch so leicht-sinnig, das Ding so offen lassen können. Leben Sie wohl mein lieberguter Herr KiöZsl. Gott erhalte uud stärke Sie, daß Sie Muth behalten.Dieses wünscht Ihr alter Freund Xoslllsr.

ich habe an Lluilllamau in Frankfurt geschrieben, daß ich seinen Saldo,den er an die Landsrsche Buchhandlung schulde — übernommen hätte,er möge also denselben gegen Schein an tllsbllard K Xörbsr bezahlen.

I-sip^iA, -5. Dec. 822.

Mein lieber Herr KisZsl!

Ihr Werthes vom zoten habe ich erhalten — und danke Ihnen fürdie gute Rezension die Sie von Franzen machen, lassen Sie sich nur uichttäuschen er ist flatterhaft und flüchtig — und wenn er bei Ihrem Briefschön und deutlich geschrieben hat ? so hat er sich gewiß Mühe dabeigegeben denn in denen Briefen an mich, plaudert er das ^ooteste in dastooote aus einem kommt er in das andere — nie, kann er einen ange-fangenen Perioden vollenden — doch das ist noch jugendliche Flüchtigkeit— er wird doch auch dariu auders werden. Sehen Sie mein jungerHerr! Sie merken (wie ich bei dein weiter lesen Ihres lieben finde) auchUnrath — sind aber fein, und bemänteln es mit den Worten:

nach seinem Briefe zu urtheilen, hat er in Gießen in Geschäftenalle Hände voll zu thun rc.

Dem ist nun nicht so! er schreibt vor -5 Wochen. Vater! ich bekommefast gar nichts unter die Hände — ich darf noch nichts in die Büchereintragen — ich darf dieses und jenes was mir doch zukommt, und wasich im Stande bin zu leisten — gar nicht inachen — alles was ich fastfür mich selbst mache, ist: daß ich das neue Sortiment öfter durchgehe,um doch Bücherkenutuiß zu erlangen. Dagegen muß ich noch vor wienach früh die 5 Pulte abkehren, ferner die große Lampe alle Abendereinigen, dabei ich dann immer nicht so ohne Gehlslecke in die Kleiderwegkomme — allein ich habe es mir vorgenommen von dem Novemberan, es partout nicht mehr zu thun, es mag werden, wie es will :o. so

weit Ill-au2 in (Zlösssu auf diese Anzeige habe ich nun an den

Herrn Universitätsbuchhändler Us^sr selbst geschrieben, ihn recht derb überdieses, so wie über manches, die Wahrheit gesagt. Franz schreibt mir inseinem letzten: der Herr Hs^sr hätte ihm über mein Schreiben, sehr heftigangerasaunt, allein er, sei ganz gelassen blieben weil er wisse, daß ich rechtgethan u. s. w. leben Sie wohl, lieber Hr. KisAsl

stets der Ihrige

Xoslllsr.