2g Die Firma K. F. Koehler in Leipzig. I. Z739-;3Zv.
bändereichsten Autoren, oft nicht einmal von Druckfehlern gereinigt, ab-drucken lassen.
Die große Sorgfalt, mit welcher jene neue Ausgabe besorgt wird,haben die öffentlichen Blätter bereits anerkannt; damit aber nicht etwaeinem jener fingerfertigen Perreu es gelinge, einem gutmüthigen Verlegerauch einen VioZsnss oder UsnaZius aufzuschwatzen: deshalb ist diese An-zeige aufgesetzt worden. Leipzig, den 22. Mai ^829.
Rarl Franz Aöhler.sAus Kriegers Wochenblatt ;82A Nr. ;s. ;s.)
Endlich mögen hier noch zwei besonders charakteristische Briefe aneinen jungen Aollegcn und Geschäftsfreund, den nachmaligen Inhaber derFirma Riegel in Potsdam folgen, welche besonders wertvoll sind, weil sichdas Verhältnis des Baters zum Sohne darin zu einer Zeit ansspricht, woder letztere als siebzehnjähriger Jüngling in der Lehre in Gießen war.
Äußere Aufschrift:
Herrn Bv. Bisg-stz treu verdienten Geschäftsführer der Lanclovschen Buch-handlung in Berlin.
BsipiÜZ, Z7. Juli 8 2 2.
Sehr hoch uud Werthgeschätzter perr Riegel!
Ihr Werthes vom d. habe ich richtig erhalten. Ich antworteIhnen. Sie machen Ihre Sachen gut, wackerer junger Manu, fahren Sieso fort, so wird mit Gottes pülfe alles gut gehen, und Ihnen gelingen,auch das schwerste, leicht, das unmöglich scheinende, möglich zu machen.Daß dieses alles keine leichte Aufgabe glaube ich Ihnen gar gern, jungerFreund! thun Sie indessen was Sie können, die Belohnung dafür, kannnicht aussenbleiben, uud wenn sie auch nicht in psouniusror Rücksicht ge-schiehet, allein das immer belohnende Gefühl, recht gethan uud gehandeltzu haben ist dochwohl auch unter die Belohnungen zu rechnen? Auchunser Freund Lobüppsl, der Lalomo! (es ist keine spöttische Bemerkung,Nein! er ist ein wahrhaft kluger und sehr besonnener Mann!) sagt vonSie; unser perr RisKsh benimmt sich bei Lsnäsrs sehr klug uud vorsichtig,ich habe ihn zwar seit seines pierseyn noch nicht gesprochen denn er hatmich noch nicht besucht (thun Sie es doch einmal lieber Freund! wenn Sieeinmal ; Stündchen Überlei haben. — ich glaube wohl es werden derernicht viel seyn? — allein es kann sich doch treffen) man hört doch hierund da Urtheile uud alle lauten für ihn sehr günstig, und so weit ich ihnkennen gelernt habe (setzt er hinzu) sind auch diese Urtheile nicht über-trieben, denn er zeigt sich immer sehr besonnen. Wenn nur der Tod Ihreslieben Gheims (ich condoliere Ihnen herzlich) keine nachtheilige Folgen,für die Luuäsrsche Buchhandlung nach sich ziehet - ich zittere schon, wennich daran gedenke! Sehen Sie, lieber Freund! auch die Berliner Hand-lungen wiffen schon, wie sie mit Ihnen daran sind — sie sehen es inIhrer Geschäftsverwaltung, daß darin ein ander Wesen herrscht als bei demLulcy (?) Burtbs — wie sehr mich dieses alles erfreuet, können Sie garnicht denken.
Mein Sohn, befindet sich wie ich glaube, ganz wohl — er hat aberin fast -5 Wochen nicht geschrieben, was sonst seine Art nicht ist. Die gute