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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
Entstehung
Seite
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Neimmm-Ariwld's Tod,

Mitbesitz gelangte noch minderjährig und erhielt deshalb in der Person desGcrichtsaetuars Vater einen Vormund.

Ueber die Fortführung des Geschäfts erließ Reimann am 9. August1847 das nachfolgend abgedruckte Rundschreiben; merkwürdiger Weise ist darinder Name des Miterbcn Julius Arnold gar nicht erwähnt, was wohlseinen Grund darin gehabt hat, daß derselbe eben noch nicht volljährig war.

Dresden, den 9. August 1847.

Ich erfülle hiermit die schmerzliche Pflicht, den Geschäftsfreunden derArnoldischcn Buchhandlung zu Dresden und Leipzig das am 6. d. M. erfolgteAbleben meines theuren Pflegevaters, des Buchhändlers Herrn ChristophArnold, zeitherigen Chefs dieser Handlung, anzuzeigen. Zugleich beehreich mich, Ihnen die Mittheilung zu machen, daß ich, seit dem 1. Februar1842 Mitinhaber der Arnoldischen Buchhandlung zu Leipzig, dem ausdrück-lichen Willen des Verstorbenen gemäß als Mitcrbe und zur Zeit alsalleiniger Disponent der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden undLeipzig unter dem NamenRobert Neima nn-Arnold" das Geschäftin unveränderter Weise und unter der alten Firma fortsetzen werde, nndspreche schließlich die ergebenste Bitte aus, das dem Verewigten seit längerdenn fünfzig Jahren geschenkte Vertrauen auf mich geneigtest übertragenzu wollen.

Hochachtungsvoll und ergebenst

Nobert Reimann - Arnold.

Reimann sollte sich jedoch des ererbten Besitzes nicht lange erfreuen;ein unheilbares Lungenübel an dem er schon seit Jahren litt, raffte ihnam 24. December 1848 in dein schönsten Mannesalter von 35 Jahren da-hin. In seinem letzten Willen hatte er den ihm zustehenden Antheil amGeschäft an Gustav Adolf Hoffmann, den Procuristen der Leipziger Hand-lung vermacht. Es ist dies aus den: beifolgend abgedruckten Rundschreibenvom 1. Januar 1849 zu ersehen; ebenso wird aber auch hier der Mit-besitzer der Geschäfte, Julius Arnold, nicht erwähnt.