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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
Entstehung
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Arnoldische Schulstiftung.

derselben zu unterlassen und derselben weder in Protokollen noch in Zeitblätternzu gedenken. Die Firma meiner Buchhandlung bleibt unverändert und so wünscheich dem gutgemeinten Anerbieten eine hundertjährige Dauer." Diese Stiftung,iil welcher maneinen achtbaren Beweis des Gemeinsinns ihres Stifters mitWohlgefallen bemerkt hat", wie es in der betreffenden Zuschrift heißt, wurdeant 20. März 1839 von der Königlich Sächsischen Kreisdirection bestätigt.Freilich ist der Wunsch eines hundertjährigen Bestehens der Stiftung nichtin Erfüllung gegangen. Nachdem dieselbe bis zum Jahre 1878 bestanden,übernahm ich das Geschäft; der Uebernahme auch der Stiftung auf meinePerson stellten sich jedoch Schwierigkeiten entgegen und so kam man mitden bctheiligten Behörden überein, dieselbe abzulösen. Dies ist dann auchim Jahre 1873 geschehen. Es sind den hiesigeil Schulen aus dieser Stif-tung im Laufe von 40 Jahren für 36,000 Mark Bücher geschenkt worden,dazu ist dann noch die baare Ablösungssumme von über 10,000 Markgetreten.

So hochherzig auch der Gedanke der Stiftung gewesen ist, so ist dochzu bezweifeln, daß dieselbe den Nutzen gebracht hat, den sich der Stifterdabei versprochen hat, denn von einer Dankbarkeit von feiten der bedachtenAnstalten ist mit ganz geringeil Ausnahmen nichts zu verspüren gewesen;in den zwölf Jahren, in welchen ich die Geschäfte der Stiftung geführthabe, habe ich den Eindruck gewonnen, als hätte man dieselbe in ver-schiedenen Schulen geradezu als Last empfunden, da manche derselben sichgar nicht darum kümmerten, andere erst aufgefordert werden mußten über-haupt die Bücher zu bestimmen, welche sie geschenkt habeil wollten.

Sicher aber wird Niemand diese Aufzeichnungen aus der Hand legen,ohne daraus die Ueberzeugung geschöpft zu haben, daß Johann ChristophArnold eine Zierde seines Standes war, und daß alle, welche ihm näherstanden, bei seinem Tode einen edlen Wohlthäter, die Stadt einen ihrerbesten Bürger verloren haben.

Ehre seinem Andenken!