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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
Entstehung
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42 Geschäftsverbindung mit König Johann und Prinzessin Amalia,

Arnold von seinen Sorgen Anfang der dreißiger Jahre wieder erholt znhaben, denn um diese Zeit kaufte er, um Räumlichkeiten für seinenimmer mehr anwachsenden Verlag zu gewinnen, ein großes Gartengrundstückauf der Feldgasse. Er erbaute daselbst ein schönes Haus im gothischenStil, ließ auch den Garten auf das reichste mit Statuen schmücken und mitden edelsten Obstsorten bepflanzen. Das Haus, in welchem, so lange Chri-stoph Arnold lebte, nie ein Mensch gewohnt hat, steht heutigen Tagesnoch und zwar ans der Dippoldiswaldaergasse Nr. 3o.

Wie allgemein gekannt und gewürdigt damals schon die ArnoldischeBuchhandlung war, geht daraus hervor, daß der Prinz Johann, nachmaligerKönig von Sachsen, welcher unter dem Namen Philalcthcs Dante'sgöttliche Comödie übersetzt hatte, dieses sein Werk bei Christoph Arnoldin Verlag gab. Es erschien davon der erste Theil,Die Hölle", im Jahre1839, der zweite Theil,Das Fegefeuer", 1840, der dritte Theil,DasParadies", 1849 nach Arnold's Tod. Auch Prinzessin Amalia, Schwesterdes Prinzen Johann, ließ die von ihr verfaßten dramatischen Schriftenunter dem Titel Originalbciträge zur deutschen Schaubühne indemselben Verlag erscheinen; der erste Band kam 1836 heraus. Das derhohen Verfasserin zugebilligte Honorar erhielt der Frauenverein in Dresden,welcher deshalb auch eine Reihe vön Jahren jährlich öffentlich im DresdnerAnzeiger über von der Verfasserin des Oheims empfangene 275 ThalerHonorar qnittirte.

So nahm das Geschäft seinen ruhigen steten Fortgang, wenn schondas zunehmende Alter Christoph Arnold veranlaßte, im Jahre 1842 fürdas Leipziger Geschäft einen Theilhaber aufzunehmen. Es war dies RobertR ei mann, am 2. Juli 1813 in Dresden geboren und ein PathenkindArnold's. Infolge dieses Verhältnisses bekam Rcimann oft von ArnoldBücher geschenkt, was seine Wiß- und Lcrnbegicrde sehr anspornte. Arnold,der dies bemerkte, machte ihm deshalb eines Tages den Vorschlag, er solle dochBuchhändler werden, ein Vorschlag, der dem jungen Reimann natürlichhöchst willkommen war. Bereits im Jahre 1824, also in seinem elftenJahre, trat er als Lehrling in das Arnoldische Geschäft ein; begabt miteinem ausgezeichneten Gedächtniß machte er sich seinem Lehrhanse in jederHinsicht nützlich und unentbehrlich, so daß sich schließlich Arnold veranlaßtsah, ihn als Theilhaber aufzunehmen.