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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
Entstehung
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Gründung eines JonruallesezirkelS,

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Musikalien, Landkarten und Instrumente, sowohl musikalische als mechanische,zum Verkauf, auch die besten litcrarischcn, Kunst- und Modcanzeigcn undinteressante Flugschriften zum unentgeltlichen Durchliefen aufgestellt. JederGebildete kann hier Zutritt und durch Musik und Lesen Unterhaltungfinden, oder mit dem Catalog in der Hand die neuesten Produkte der Kunstuntersuchen, indem hier Künstler alles, was sie zur näheren Kenntniß desPublikums bringen wollen, aufzustellen Gelegenheit haben."

Mit Anfang des Jahres 1802 gründete Arnold ein für Dresdenvollständig neues Unternehmen, es war dies ein großer Jonrnallesezirkel,bei welchem den Abonnenten die Zeitschriften in's Haus gebracht und wiederabgeholt wurden. Je nach Zahlung von 16 Groschen, 1 Thaler, 1 Thaler8 Groschen, 1 Thaler 16 Groschen, 2 Thaler vierteljährlich tonnte man10, 20, 30, 40, 50 Zeitschriften zum Lesen bekommen; auch war den Abon-nenten, welche die neuesten politischen Zeitschriften lesen wollten, noch außer-dem gestattet, das Lesezimmer des Geschäftslokals, in welchem achtzig deutsche,französische und englische Zeitschriften auflagen, unentgeltlich zu benutzen.

In Verbindung mit dem Museum wurde nun das Verlagsgeschäfteifrig gepflegt; das erste verlegte Werk dieser Periode war ein Fremden-führer durch Dresden unter dem Titel:Wegweiser durch Dresden unddie umliegende Gegend, nebst einem Grundriße von Dresden und einerKarte von dem nächsten Umkreise dieser Stadt." 8". Aber auch dassogenannte Sortimentsgeschäft, also der Detailhandel mit Büchern, wurdeunter dem Deckmantel Arnoldischc Buchhandlung in Pirna mit allen Kräftenbetrieben und dadurch gcrieth Johann Christoph Arnold mit den übrigenDresdner Buchhändlern in offenen Krieg. Nachdem die drei damals inDresden privilcgirten Buchhandlungen von Walther, Gerlach und Hilscherschon früher einmal beim Rath über Arnold Beschwerde geführt, reichtensie bei ersterem am 9. September 1801 wiederum eine neue Klage gegenArnold ein, weil er in dem in seinem Besitz befindlichen Museo am Alt-markte im sogenannten Ring ungehindert und öffentlich mit rohen BüchernHandel treibe; den Käufern unerhörte Vortheile verspreche, um dieselbenan sich zu locken, und dadurch den hiesigen privilcgirten Handlungen einenStoß versetzen wolle. Auch sage er den Käufern, sie würden diese Bücherin keiner anderen Handlung finden, ja er treibe sogar Handel mit Nach-druck. Ferner wird eingewendet, daß er alle Rechnungen von Pirna aus