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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
Entstehung
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Gründung des Geschäfts in Schnecderg,

Am 10. März 1790, seinem 27. Geburtstag, gründete er in Schnccbergin Sachsen unter der Firma Arnold's Buchhandlung mit der großen Summevon 40 Thalern, welche ihm ein Gönner, Stadtrichtcr vr. Bursian in Frei-berg, geliehen hatte, ein eigenes Geschäft.

Mit welcher Specialität sich der junge Anfänger befaßt hat, läßt sichnicht bestimmen, es kann wohl überhaupt von einer solchen kaum die Redesein, wahrscheinlich hat er nach der ganzen Art des damaligen Geschäfts-betriebs sich mit Sortiment, Antiquariat und hauptsächlich mit Verlag be-schäftigt, denn in den fünf Jahren seines Aufenthalts in Schneeberg hater für seine beschränkten Verhältnisse eine immerhin bcachtenswerthc AnzahlWerke verlegt. Das erste von ihm Heransgegebene und unter der FirmaArnold's Buchhandlung in Schnccberg in den Handel gebrachte Werk führteden Titel:I. G. Haas, Vortheilhafte Art, nach der Regel de Tri inallen ihren Theilen zu rechnen, nebst einer Anleitung zur Algebra für An-fänger".

Ein Jahr nach Eröffnung des Geschäfts gründete er auch einen eigenenHansstand, er heirathetc im Jahre 1791 Frau Auguste Gottwerthe verw.Winckler, eine Tochter des Pastors Ehrlich zu Niedcrwcinlich im HerzogthnmS.-Altenbnrg. Der erste Mann der nunmehrigen Frau Arnold war Faktorim Blanfarbenwcrk Olbernhan gewesen, sie brachte in die neue Ehe zweiKinder mit und zwar einen Sohn Namens Bcnedict und eine TochterNamens Friederike Gottwcrthc. Ans der zweiten Ehe ging nur ein ein-ziges Kind hervor, ein Sohn Namens Julius, welcher im Jahre 1794 ge-boren wurde, am 30. November 1817 im Alter von 23 Jahren aber wiederverstarb.

Im Jahre 1793 fing Johann Christoph Arnold bereits ein Zeitnngs-nntcrnchmen an, freilich in sehr bescheidenem Maßstab. Es führte den TitelErzgebirgische Blätter" und in der von Arnold selbst geschriebenen, höchstoriginellenVorcrinnernng" heißt es:

Diese Blätter, die durchaus authentische Beiträge zur näheren Kennt-nis des Erzgebirges und seiner Bewohner enthalten, die das hänsig ver-steckte Gute zur Beschämung der Unzufriedenen Heransheben und auf die hieund da herrschenden Fehler und Mängel mit äußerster Schonung aufmerksammachen werden, erscheinen vierzehntäglich und zwar allemal 2 bis 3 Bogen