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reiche Vorsteher des gegen die llluminaten und gegen geist-liche wie bürgerliche Freigeisterei gerichteten „geheimenAusschusses" (in der „ gelben Stube" des Münchener Schlosses),der unmittelbar vom Kurfürsten Carl Theodor abhängig war;aus diesem Grunde und, da man ihm zu starke Sympathienfür den Wiener ITof vorwarf, war er in damaliger Zeit inBayern ebenso gefürchteRwie gehasst 1 )?
In der Theilung mit seinem Bruder Wenzel Josef erhielter das Amt Guntersblum und wurde Stifter der neuen LinieLeiningen-Guntersblum; Schloss Guntersblum, das heute nochexistiert, aber in anderem Besitze ist, wurde zwar von denFranzosen nicht niedergebrannt, doch verlor Graf WilhelmCarl seine Besitzungen auf der linken Rheinseite an die fran-zösische Republik und wurde erst durch den Reichsdeputations-liauptscliluss vom 25. Februar 1803 nach vielen «Drangsalenmit der vormals Mainzischen Kellerei Billigheim und einerRente von 3000 fl. auf den Rlieinschiffahrts-Octroi entschädigt.Durch die Rheinbundsakte vom 12. Juli 1806 wurde der Grafmediatisiert und seine reichsständische Besitzung Billigheimder Souveränität des Grossherzogs von Baden standesherrlichuntergeordnet.
Der Prozess, den Wilhelm Carl und sein Bruder WenzelJosef wegen der Erbfolge gegen den Fürsten Carl FriedrichWilhelm zu Leiningen führten, ist bereits unter Graf FriedrichTheodor Ludwig (Nr. 305) beschrieben. Grossen Einfluss aufden für die 2 Brüder günstigen Ausgang des Prozesses hatteWilhelm Carls Gönner, der Kurfürst Carl Theodor. Der Graferhielt durch Erkenntniss von 1784 und 1787 für sich undseine Descendenz Sitz und Stimme im Wetter au ischen Grafen-collegium und Kreisstandschaft im Oberrheinischen Kreise,
') U. A. schlug man 1798 am kurfürstl. Schlosse zu München Pasquillegegen den verhassten Liebling Carl Theodors an.