Christian Carl Reinhard. 266
Geboren 7. Juli 1695 auf dem Schlosse Broich, succedierteseinem Vater am 3. November 1699 und seinem Vetter CarlFriedrich in Dagsburg zur Hälfte am 15. November 171)9.
Nach dem Tode seines Vaters wurde er unter der Vor-mundschaft seiner Mutter, einer geborenen Gräfin von Hanauam Hofe zu Hanau erzogen. Von 1711 bis 1713 war er mitseinem Bruder Ludwig unter Führung des gräfl. Hanau'schenGeheimeraths von Berkheim in Strassburg, machte von1713 bis 1716 Reisen nach Paris und in andere Länder, und tratnach seiner Rückkehr die Regierung an 1 ).
Er war einer der trefflichsten 1 Regenten der GrafschaftLeiningen und machte sich hochverdient durch Stiftung derLeiningen-Heidesheimer Pfarrwittwenkassa, an der die Pfarrerzu Colgenstein, Mülheim und Kindenheim zu participiren be-rechtigt sind, und die heute beträchtlich über 25ÜUU Markreich ist 2 ).
Als die um ihres Glaubens? willen vertriebenen? SalzburgerProtestanten 1749 durch das Leininger Gebiet wanderten, .fanden sie hei ihm tliätige Unterstützung.
Von ihm wird ferner berichtet 3 ): „Christian Carl Reinhardwar ein sehr reicher und hochangesehener Mann, den man für
x ) Evangel. Kirchenbote f. d. Pfalz, 1883, Ho. 28, S. 110.
2 ) Ebenda.
:t ) v. Kamp, Schloss u. Herrschaft Broich, 1851, I. S. 209.