Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
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und nicht geringe Lücken und UnWahrscheinlichkeiten sichhei ihnen finden. Namentlich sind die Stammtafeln in letz-terem Werke unzuverlässig, während sein hauptsächlichsterWerth in trefflich geordneten Regesten und dem vollen Abdruckzahlreicher, bis dahin noch nicht gedruckter Urkunden besteht,welche, wie auch die in den allbekannten Urkundensammlungen,jedem Geschichtsfreunde Avesentliche Dienste leisten.

Für die erste Abtheilung dieses Buches lieferte einensicheren Führer die von demVerein der deutschen Standes-herren" und im Jahre 1885 herausgegebeneStammtafel desmediatisierten Hauses Leiningen", sowohl in Bezug auf sorg-same Forschung, wie auf kritische Sichtung und präciseFassung ein wirkliches Meisterwerk. Leider ist bis jetzt nurdie Tafel des mediatisierten Hauses Leiningen erschienen, dochsoll baldigst in gleicher Ausführung die Geschlechtstafel desHauses Leiningen-Westerburg folgen.

Auf alle diese im Buche stets angegebenen Materialiengestützt, glaube ich die Hoffnung hegen zu dürfen, dass wenig-stens in Bezug auf Genealogie keine Irrthümer oder wesent-liche Lücken sich finden, dagegen in demselben manche inden Chronisten und späteren Schriften sich findende Irrthümerberichtigt, eben so, dass auch die territorialen Angaben inBezug auf den Familienbesitz des Gesammthauses wenigstensim Grossen und Ganzen zutreffend sein werden.

Leicht wird man erkennen, dass ein Hauptaugenmerkauch auf die vollständige Benutzung des gesammten Materialsgerichtet war, während eine eigentlich pragmatische Abfassungzu den Unmöglichkeiten gehörte, wenn nicht etwa die Phantasiezu Hülfe genommen wurde. Es galt zuvörderst, die einzelnenTliatsachen in richtiger Folge an einander zu reihen, und ausihrer Gesammtheit stellt sich dann von selbst nicht nur einBild der Zeit her, sondern es bildet sich auch ein Urtheil über