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Einhundert Jahre des Geschäftshauses Ernst Siegfried Mittler und Sohn : Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei in Berlin ; ein Zeitbild ; als Handschrift für Freunde
Entstehung
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Mittler entgeht der Aushebung von 1312.

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einmal Leipzig berührte. Nachts war er mit seinen „Schwarzen" eingerückt;den ganzen nächsten Tag biwakirte er auf der Promenade. Alle Einwohnerumringten den Helden. Mittler durfte mit dem Herzog sprechen und ihmden Weg nach Halle bezeichnen.

Endlich drohte der Ernst der Zeit auch in sein eigenes junges Lebeneinzugreifen.

Kurz vor der Ostermesse 1811 verlautete im Geschäftscomptoir, west-fälische Gendarmen seien gekommen und hätten die Namen aller aus demKönigreich gebürtigen Jünglinge erfragt, um sie als Mannschaften auszuheben.Mittler war vergessen — wie er glaubte, durch das Wohlwollen einesMagistratssekrctärs. Sein Bruder schloß ihn schnell in das Lager einerFrankfurter Buchhandlung in den Gewölben des Gewandhauses ein undversah ihn mit Lebensmitteln. Ueber sich hörte er in dem Saale die dortconsignirtcn Landsleute lärmen. Am nächsten Abend flüchtete er zu dem ihmbefreundeten Prediger Dümmler, dem Vater des Buchhändlers, nach demdrei Stunden entfernten Dorfe Groß-Dölzig. Erst nach einigen Tagen, alsdie Unglücklichen nach Magdeburg abgeführt waren — „die meisten vonihnen mögen in den Eisfeldern Rußlands umgekommen sein" — kehrte erzurück.

Er wünschte nach dieser Gefahr Leipzig zu verlassen und nahm daherwährend der Messe eine Stelle in der damaligen Hofbuchhandlung von Hcyerund Leske in Darmstadt an, wohin er nach beendeter Messe mit HerrnLeske in -dessen Wagen fuhr. Er genoß dort in angenehmstem Verkehr mitder Familie seines Prinzipals, in lebenslustigem Freundeskreise und in herr-licher Gegend die glücklichsten Jahre seiner Jugend. Von mancher schönenAbendstunde bei billigem Wein und gerösteten Kastanien — das Komctcn-Wcin-jahr 1811 wurde dort verlebt — erzählte Mittler zeitlebens, von fröhlichenAusflügen an den Rhein, bei deren einem der Fährmann an Stelle derZahlung ein Stück auf der Flöte forderte, die Mittler spielte und in seinemgehöhlten Spazierstocke bei sich trug. — Das linke Rhcinuser war französisch;in die Pfalz, das „Uopnrtsmönt ein Nont-Daninzi-rs", bedürfte man einesPasses. — Hier in Darmstadt sah er die elenden Ueberrcste der großen Armee