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Frnnzosenjahre,
und bestand, wie es allgemein gebräuchlich war, nur aus rohen Exemplaren,Um die Auslieferung zu besorgen, mußte der junge Mann im Winter —und ohne Mantel, der der Jugend damals unbekannt war — mit großemSchlüsselbunde über die Straße in das Gewölbe gehen und dort in eisigerKälte die Bücherballen aufschnüren und die einzelnen Lagen ihnen entnehmen.Erholungen in der Natur waren selten und nach heutigen Begriffen rechtbeschwerlich. Im Herbst 1809 durchreiste er die Sächsische Schweiz —nirgends ein gebahnter Weg, auf keinem Aussichtspunkte ein Unterkommen,nicht einmal eine Erquickung zu erhalten. Nur auf dem Kuhstall hielt sichwährend der Sommermonate ein kleiner, alter Bergmann auf, der in einemaufgehängten Schranke Branntwein und trockenes Brot für die Reisenden hielt.Ein Obstkahn führte den jungen Mann elbabwärts zurück nach Schandau.
Hier in Leipzig durchlebte Mittler die ereignißschweren Jahre derfranzösischen Fremdherrschaft. In den verhängnißvollen Oktobcrtagen desJahres 1806 ging er nach seiner Vaterstadt Halle, die preußischen Truppendurchziehen zu sehen. Der Zuruf der ganzen Bevölkerung bestärkte ihreSiegeshoffnnngcn. Auf dem Thurme der Frauenkirche hatten er und Anderegestanden, als sich das Gerücht von einem Kampfe verbreitete, und nachSüden geschaut, wo die preußische Reserve-Armee, unter Herzog Eugen vonWürttemberg, lagerte. Die Höhen am Horizont bedeckten sich mit Kolonnen,man glaubte freudig, Preußen zu sehen. Plötzlich entspann sich der Kampf;Bernadottc war erschienen, ein verderbliches Gefecht drängte die Preußendie steilen Ufer der Saale bei Kröllwitz hinab, die Stadt fiel in Feindeshand.Ihre Bereinigung mit dem Königreich Westfalen vollendete den Kummer derPatrioten.
Die Hinrichtung des Buchhändlers Palm (26. August 1806) entfachte imganzen deutschen Buchhändlcrstande Abscheu und Rachbcgier gegen die Unter-drücker. Mit Begeisterung empfing man in Leipzig den tapfern Herzog vonBraunschweig, der mit dem österreichischen General am Ende die sächsischeBesatzung aus Leipzig vertrieben hatte, zwei Tage später aber der UebermachtJ^rüme's und der Sachsen unter General v. Thielemann weichen mußte,schließlich jedoch auf seinem ritterlich gewagten Zuge nach der Nordsee noch